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Anglikaner-Mehrheit: Schluss mit der öffentlichen Akzeptanz für Schwule und Lesben, oder die Kirchengemeinschaft ist gefährdet |
[Letzte Aktualisierung: 08.07.2007] |
[ Communique der leitenden anglikanischen Bischöfe | Antwort der Bischöfe der Episcopal Church | Stellungnahme von Integrity ]
Der erste der beiden folgenden Texte ist die (inoffizielle) Übersetzung eines wesentlichen Teils des Abschluss-Kommuniques vom Treffen der leitenden Bischöfe ("Primates") der verschiedenen Kirchen der weltweiten anglikanischen Kirchengemeinschaft (drittgrößte christliche Kirchengemeinschaft weltweit, 77 Millionen Menschen). In den letzten Jahren hatte sich erheblicher Konfliktstoff angesammelt zwischen Kirchen in Nordamerika (insbesondere der Episcopal Church der USA, aber auch der Anglikanischen Kirche in Kanada) und anderen Kirchen und Kirchenführern sowie konservativen Minderheiten (einzelne Diözesen, einzelne Gemeinden) innerhalb der Episcopal Church. Das Thema "Wie begegnet die Kirche ihren homosexuellen Gliedern, einschließlich derer in der Pfarrerschaft?" spielte dabei eine ganz wesentliche Rolle, vor allem seit der Wahl und Bestätigung eines offen schwulen Mannes (Gene Robinson) als Bischof der Diözese New Hampshire (2003) und der Wahl eine Frau (Katherine Jefferts Schori) als "Presiding Bishop" (Leitende Bischöfin) der Episcopal Church (2006). Sie ist die erste Frau in einer solchen Funktion, und sie hatte die Bestätigung von Gene Robinson aktiv unterstützt. Außerdem hatte es Vorwürfe wegen der Duldung von Segnungen für homosexuelle Paare gegeben.
Der volle, offizielle Text (englisch) des Abschluss-Kommuniques des Treffen der leitenden Bischöfe steht auf einer Webseite der anglikanischen Kirchengemeinschaft sowie auf einer Webseite der Episcopal Church der USA.
Übersetzung: Reinhold Weicker, 6. März 2007
Das
Kommuniqué
vom Treffen der leitenden Bischöfe [der anglikanischen Gemeinschaft]
in Daressalam
19th February 2007
1. Anglikanischer Konsultativrat, die Leitenden Bischöfe ("Primates") und Moderatoren der anglikanischen Gemeinschaft, trafen uns für gemeinsame Konsultationen und Gebete in Daressalam vom 15. bis zum 19. Februar 2007, auf Einladung des Erzbischofs von Canterbury und als Gäste des Leitenden Bischofs von Tanzania, Erzbischof Donald Leo Mtetemela. Das Treffen fand statt in einer Atmosphäre des gegenseitigen Wohlwollens; die leitenden Bischöfe trafen sich, um zusammen nach dem Willen Gottes für das zukünftige Leben der Gemeinschaft zu suchen. Wir sind dankbar für die Gastfreundschaft und die Großzügigkeit von Erzbischof Donald und der Mitglieder seiner Kirche, von denen viele hart gearbeitet haben, um unseren Besuch angenehm und bequem zu machen, einschließlich der Reise nach Sansibar am Sonntag.
2. - 8. ...
Nachverfolgen des Windsor Reports
9. Seit den umstrittenen Ereignissen von 2003 waren wir mit der Realität wachsender Spannungen im Leben der anglikanischen Gemeinschaft konfrontiert - Spannungen, die so tief sind, dass das Gewebe unseres gemeinsamen Zusammenlebens zerrissen wurde. Der "Windsor-Bericht" von 2004 beschreibt die Gemeinschaft als an einer "Krankheit" leidend. Die "Krankheit" kommt von einem Zusammenbruch des Vertrauens und der gegenseitigen Anerkennung als glaubende Jünger Christi, was unter den ersten Früchten unserer Gemeinschaft in Christus und miteinander sein sollte.
10. Der Windsor-Bericht identifizierte zwei Bedrohungen für unser gemeinsames Leben: Erstens, gewisse Entwicklungen im Leben und im Dienst der Episkopal-Kirche [in den USA] und der Anglikanischen Kirche von Kanada, die den Standard der Lehre über menschliche Sexualität herausforderten, die in der Lambeth-Resolution 1.10 von 1998 artikuliert ist; zweitens, Interventionen im Leben dieser Kirchenprovinzen, die entstanden sind als Reaktion auf dringende pastorale Notwendigkeiten, die einige leitende Bischöfe wahrnahmen. Der Windsor-Bericht sah keine "moralische Äquivalenz" zwischen diesen beiden Ereignissen, da die Grenzen-übergreifenden Interventionen entstanden sind aus einer tiefen Sorge für die Wohlfahrt der Anglikaner im Angesicht von Neuerungen. Trotzdem sind beides, Neuerungen und Interventionen, zentrale Faktoren, die Spannungen auf unser gemeinsames Leben legen. Der Windsor-Bericht erkannte dies (TWR, Abschnitt D) und lud die für die Gemeinsamkeit Verantwortlichen [1] ein, nach einem Moratorium für solche Aktionen zu rufen.
11. Was während dieser Periode sehr klar war, ist, dass die Lambeth-Resolution 1.10 von 1998 der Standard der Lehr ist, der im Windsor-Bericht vorausgesetzt wird und von dem aus die Leitenden Bischöfe arbeiten. Der Bericht wiederholt die traditionelle Lehre der christlichen Kirche, dass "in der Lehre der Schrift, [die Konferenz] ihr Festhalten an de, Vertrauen in die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau in lebenslanger Gemeinschaft aufrecht erhält, und dass sie glaubt, Abstinenz ist richtig für die, die nicht zur Ehe berufen sind", und er wendet dies auf verschiedene Gebiete an, die weiter unten ausgeführt sind. Die Leitenden Bischöfe haben diese Lehren in allen ihren Treffen der neueren Zeit [3] wiederholt, und sie haben klargestellt, wie eine Änderung in der formellen Lehre einer Provinz eine Abweichung von dem Standard bedeuten würde, der von der Gemeinschaft als Ganzem aufrechterhalten wird.
12. Bei unserem letzten Meeting in Dromantine haben die leitenden Bischöfe gewisse Aktionen gefordert, um die Situation in unserem gemeinsamen Leben anzusprechen, und um die Herausforderungen anzusprechen, die durch neuere Entwicklungen hervorgerufen worden waren. Jetzt, in Daressalam, mussten wir unsere Aufmerksamkeit auf den Fortschritt richten, der gemacht worden war.
Der Prozess des Zuhörens
13. Die Lambeth-Resolution 1.10 verpflichete die Kirchenprovinzen, "auf die Erfahrungen homosexueller Personen zu hören" und rief "alle unsere Leute dazu auf, seelsorgerlich und sensibel allen zu dienen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, und irrationale Furcht vor Homosexuellen zu verurteilen". Der Beginn dieses Prozesses des Zuhörens wurde formell durch die leitenden Bischöfe in Dromantine gefordert, er wurde gestartet in [der Resolution] ACC-13. Wir erhielten einen Bericht von Canon [Diözesanrat] Philip Groves, dem Leiter des Gesprächsprozesses, über den Fortschritt seiner Arbeit. Wir wollen diese Arbeit bestätigen, bei der verschiedene Forschungsstudien, Erklärungen und anderes Material aus den Kirchenprovinzen zusammengetragen werden. Wir freuen uns darauf, dass dieses Material in der ganzen Gemeinschaft zum Studium und zum Nachdenken stärker verfügbar gemacht wird, und auf die Vorbereitung von Material, das den Bischöfen bei der Lambeth-Konferenz 2008 helfen soll.
14. - 16. ...
Die Episkopal-Kirche [der USA]
17. Ein Herzstück unserer Spannungen ist der Glaube, dass die Epicolpal-Kirche [5] von dem Standard der Lehre über menschliche Sexualität abgewichen ist, die von der Gemeinschaft in der Lambeh-Resolution 1.10 von 1998 angenommen wurde. Dies geschah dadurch, dass der Wahl eines Kandidaten zum Bischof zugestimmt wurde, der in einer verpflichtenden gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt, und dadurch, dass Segensriten für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften zugelassen wurden. Der bischöfliche Dienst einer Person, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt, ist für die Mehrheit der Gemeinschaft nicht akzeptabel.
18. Im Jahr 2005 baten die leitenden Bischöfe die Episkopal-Kirche, spezifische Forderungen zu erwägen, die der Windsor-Report gemacht hatte [6]. Am ersten Tag des jetzigen Treffens hatten wir Mitglieder des ständigen Ausschusses des anglikanischen Exekutiv-Kommittees bei uns, als wir die Antworten betrachteten, die die 75. Generalversammlung [der Episkopal-Kirche] gegeben hatte. Dies ist das erste Mal, dass wir den ständigen Ausschuss bei einem Treffen der leitenden Bischöfe dabei hatten, und wir begrüßen und empfehlen den Geist engerer Kooperation zwischen diesen für die Gemeinsamkeit verantwortlichen Gremien.
19. Wir sind dankbar für den umfassenden und klaren Bericht, der von dem gemeinsamen ständigen Ausschuss in Auftrag gegeben wurde. Wir hörten von der leitenden Bischöfin und von drei anderen Bischöfen [7], die unterschiedliche Perspektiven innerhalb der Episkopal-Kirche repräsentieren. Jede und jeder sprach mit Leidenschaft über ihr bzw. sein Verständnis der Probleme, denen die Episkopal-Kirche gegenübersteht, und über mögliche Wege vorwärts. Jede(r) der vier, in seiner eigenen Weise, sah auf die leitenden Bischöfe als mögliche Hilfe für die Episkopal-Kirche. Wir sind dem Erzbischof von Canterbury dankbar, dass er uns ermöglicht hat, direkt diese Bandbreite der Ansichten zu hören.
20. Wir glauben, dass mehrere Faktoren zusammen betrachtet werden müssen. Erstens: Die Episkopal-Kirche hat die Empfehlungen des Windsor-Reports ernst genommen, und wir drücken unseren Dank aus für die Überlegungen der 75. Generalversammlung [dieser Kirche].
21. Trotzdem, zweitens: Wir glauben, dass ein Mangel an Klarheit bezüglich des Standpunktes der Episkopal-Kirche bleibt, insbesondere bezüglich ihrer Position, was die Autorisierung für Segnungsriten für Personen betrifft, die in gleichgeschlechtlicher Gemeinschaft leben. Es scheint uns eine Inkonsistenz zu bestehen zwischen der Position der Generalversammlung und dem, was örtliche pastorale Praxis ist. Wir nehmen wahr, dass die Generalversammlung keine Resolution über solche Riten verabschiedet hat und dass sie tatsächlich Resolutionen nicht weiter verfolgt hat, die, wenn sie verabschiedet worden wären, zur ihrer Entwicklung und Autorisierung geführt hätten. Trotzdem haben wir den Eindruck, dass es an einigen Orten eine örtliche pastorale Praxis solcher Segnungen gibt. Es ist die zweideutige Haltung der Episkopal-Kirche, die unter uns Sorgen verursacht.
22. Der Standard der Lehre, der in Resolution 1.10 der Lambeth-Konferenz von 1998 festgestellt wurde, hat versichert, dass die Konferenz "nicht die Legitimierung oder die Segnung von gleichgeschlechtlichen Gemeinschaften empfehlen kann". Die leitenden Bischöfe stellten in ihrem pastoralen Brief vom Mai 2003 fest:
"Der Erzbischof von Canterbury hat für uns alle gesprochen, als er sagte, dass wir durch die Liturgie das ausdrücken, was wir glauben, und dass es keinen theologischen Konsens über gleichgeschlechtliche Gmeinschaften gibt. Deshalb können wir als kirchliches Gremium die Autorisierung solcher Riten nicht unterstützen.".
23. Außerdem glauben einige von uns, dass die Resolution B033 der 75. Generlversammlung [8] nicht die Versicherung ausspricht, die im Windsor-Report gefordert worden war.
24. Die Antwort der Episkopal-Kirche auf die Forderungen, die in Dromantine gemacht wurden, hat dieses Treffen nicht überzeugt, dass wir schon in einer Position sind, feststellen zu können, dass die Episcopal-Kirche ihre gebrochenen Beziehungen repariert hat.
25. Es ist auch klar, dass eine beträchtliche Anzahl von Bischöfen, von Priestern und von Laien in der Episkopal-Kirche sich den Vorschlägen des Windsor-Reports und dem Standard der Lehre, der darin vorausgesetzt wird (siehe Paragraph 11) verpflichtet fühlt. Diese gläubigen Menschen empfinden großen Schmerz über das, was sie als Versagen der Episkopal-Kirche wahrnehmen, die Vorschläge von Windsor voll anzunehmen. Sie sind bestrebt, einen Weg zu finden, um in gläubiger Gemeinschaft mit der anglikanischen Gemeinschaft zu verbleiben. Sie glauben, dass sie die Freiheit haben sollten, diesen Ausdruck anglikanischen Glaubens zu praktizieren und zu leben, den sie für wahr halten. Wir sind tief besorgt, dass die Entfremdung zwischen einigen Gläubigen und der Episkopal-Kirche so groß ist, dass dies zu Gegenbeschuldigungen, Feindschaft und sogar zu Auseinandersetzungen vor Zivil-Gerichten geführt hat.
26. Die Interventionen von einigen von uns und von Bischöfen aus einigen Kichenprovinzen, gegen die explizite Empfehlungen des Windsor-Berichts, haben diese Situation verschärft. Außerdem haben die leitenden Bischöfe, die diese Interventionen unternommen haben, nicht das Gefühl, dass es richtig sei, diese Interventionen zu beenden, bevor nicht klar wird, dass genügend Vorsorge für das Leben dieser Personen getroffen worden ist.
27. Was die Sache noch komplizierter macht, ist, dass eine Reihe von Diözesen, oder ihre Bischöfe, angezeigt haben, dass sie, aus unterschiedllichen Gründen, in ihrem Gewissen nicht die Leitungsfunktion der leitenden Bischöfin der Episkopal-Kirche akzeptieren können, und dass sie den Erzbischof von Canterbury und die leitenden Bischöfe gebeten haben, für einen irgendwie gearteten alternativen leitenden Dienst Sorge zu tragen. Gleichzeitig erkennen wir an, dass die leitende Bischöfin ordnungsgemäß gewählt worden ist, in Übereinstimmung mit der Verfassung und den Regeln der Episkopal-Kirche, die respektiert werden müssen.
28. Diese pastoralen Notwendigkeiten, zusammen mit den Forderungen derer, die Präsentationen gegenüber diesem Treffen gemacht haben, haben und dazu bewogen, zu überlegen, wie die leitenden Bischöfe zur Heilung und zur Versöhnung innerhalb der Episkopal-Kirche und darüber hinbaus beitragen können. Wir glauben, dass es eine Tragödie wäre, wenn die Episkopal-Kirche auseinanderbrechen würde, und wir haben uns vorgenommen, alles, was wir können, zu tun, um ihr Leben zu bewahren und aufrecht zu erhalten. Während wir solche Prozesse unterstützen mögen, muss doch die Änderung und Entwicklung, die nötig ist, innerhalb des Lebens [dieser Kirche] selbst erzeugt werden.
Die Zukunft
29. - 34. ... [Schritte zu einer Verfassung ("Covenant") der Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft]
35. Unsere Diskussionen haben uns in eine detaiiliertere Antwort hineingezogen, als wir sie zu Anfang unseres Treffens für notwendig gehalten hätten. Aber so ist eben der Auftrag, der uns auferlegt ist, in der Kirche Christi Versöhnung zu suchen, dass wir ermutigt wurden, eine Reihe von Empfehlungen zu machen. Wir haben diese in einem Zeitplan zu dieser Erklärung zusammengefasst Wir bieten diese Empfehlungen der größeren Gemeinschaft an, insbesondere der Kammer der Bischöfe in der Episkopal-Kirche, in der Hoffnung, dass sie uns befähigen werdn, zusammen einen Weg vorwärts zu finden für die Zeitspanne bis zu einer Beendigung des Vertrags-Prozesses. Wir hoffen auch, dass die Vorkehrungen dieses pastoralen Schemas bedeuten, dass keine weiteren Interventionen nötig sein werden, da Bischöfe innerhalb der Episkopal-Kirche selbst für den nötigen zusätzlichen bischöflichen Dienst sorgen werden.
Weitere Anwendbarkeit
36. Die leitenden Bischöfe sehen, dass pastorale Notwendigkeiten, wie sie hier betrachtet wurden, sich nicht auf die Episkopal-Kirche alleine beschränken. Solche pastoralen Notwendigkeiten treten auch nicht allein im Zusammenhang mit Fragen der menschlichen Sexualität auf. Die leitenden Bischöfe glauben, dass solange, bis eine Verfassung für die anlikanische Gemeinschaft gesichert ist, es für die für die Gemeinsamkeit Verantwortlichen angebracht sein mag, dieses oder ein ähnliches Schema auch in anderen Zusammenhängen zu fordern, wenn dringende pastorale Notwendigkeiten entstehen sollten.
Schluss
37. Während dieses Treffens haben die leitenden Bischöfe für die Heilung und die Einheit der anglikanischen Gemeinschaft gearbeitet und gebetet. Wir beten auch, dass die anglikanische Gemeinschaft in ihrer Jüngerschaft und ihrem Auftrag, das Evangelium zu verkünden, erneuert werde. Wir sehen ein, dass wir mit Sachverhalten gerungen haben, die schwierig sind und Anstrengung erfordern, und wir empfehlen die Ergebnisse unserer Überlegungen den Gebeten der Menschen. Wir unterschätzen nicht die Schwierigkeiten und die Selbsterforschung, die unsere Vorschläge verursachen werden, aber glauben, dass eine Verpflichtung auf die Wege vorwärts, die wir vorschlagen, Heilung und Versöhnung über die ganze Gemeinschaft hinweg bringen können.
Anmerkungen
[1] Nämlich: Den Erzbischof von Canterbury, die Lambeth-Konferenz, den anglikanischen Konsultativrat und das Treffen der Leitenden Bischöfe.
...
[3] Gramado, Mai 2003; Lambeth, Oktober 2003; Dromantine, Februar 2005.
...
[6] (1) Die Episkopal-Kirche (USA) wird gebeten, ihr Bedauern darüber auszudrücken,
dass die gegenseitigen liebevollen Bindungen gebrochen wurden, in den
Ereignissen um die Wahl und die Weihe eines Bischofs für die Diözese
New Hampshire, und dass ein solches Bedauern das Bestreben der Episcopal-Kirche (USA)
anzeigen würde, in der Gemeinschaft zu bleiben;
(2) Die Episkopal-Kirche (USA) wird gebeten, ein Moratorium eintreten zu lassen
vor einer erneuten Wahl und Bestätigung der Weihe eines jeden Kandidaten
für das Bischofsamt, der in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt,
bis ein neuer Konsens in der anglikanischen Gemeinschaft entsteht. (TWR §134)
(3) Wir rufen nach einem Moratorium für alle solchen öffentlichen Riten und
empfehlen, dass Bischöfe in den Vereinigten Staaten und in Kanada, die solche
Riten erlaubt haben, aufgefordert werden, ihr Bedauern darüber auszusprechen,
dass die angemessene Zurückhaltung bei den die gegenseitigen liebevollen Bindungen
durch eine solche Erlaubnis verletzt wurde. (TWR §144)
Eine vierte Forderung hat sich durch eine Präsentation der Episkopal-Kirche
erledigt, die bei [der Zusammenkunft] ACC-13 in Nottingham, UK, 2005 gemacht
wurde.
[7] Bischof Robert Duncan, Bischof von Pittsburgh und Moderator des Netzwerks anglikanischer Diözesen und Gmeinden; Bischof Christopher Epting, Beauftragter für ökumenische Fragen in der Episkopal-Kirche; Bischof Bruce McPherson, Bischof von Western Louisiana, Präsident des Beratergremiums der leitenden Bischöfin, und ein Mitglied der "Camp Allen" Bischöfe.
[8] Beschrieben und diskutiert im Bericht der Untergruppe "Gemeinschaft", der bei der Versammlung präsentiert wurde.
Zeitplan
... [Verschiedene Einzelheiten] ...
Ein pastorales Schema ("A Pastoral Scheme")
Auf dieser Basis empfehlen die leitenden Bischöfe, dass Strukturen für die pastorale Fürsorge geschaffen werden, in Verbindung mit dem pastoralen Rat ("pastoral council"), damit es solchen Einzelpersonen, Gemeinden und Geistlichen ermöglicht wird, ihre Dienste und ihr Gemeindeleben innerhalb der Episkopal-Kirche auszuüben, und dass
Sobald dieses Schema pastoraler Fürsorge als vollständig funktionierend wahrgenommen wird, werden die leitenden Bischöfe alle Interventionen beenden. Gemeinden, die sich gegenwärtig in [anderen] Verhältnissen befinden, werden über ihren Platz innerhalb der Strukturen der pastoralen Ausficht, wie sie oben geschildert wurden, in Verhandlungen treten.
Wir glauben, dass ein solches Schema stark genug ist, um zu funktionieren und genügend Platz zu schaffen für die, die sich nicht in der Lage fühlen, den direkten Dienst ihres Bischofs oder des leitenden Bischofs zu akzeptieren, so dass sie dann einen sicheren Platz innerhalb der Episkopal-Kirche und der anglikanischen Gemeinschat haben, bis zu einer Zeit, zu der der Verfassungs-Pozess abgeschlossen ist. Zu dieser Zeit könnten andere Maßnahmen nötig werden.
Obwohl es spezielle Schwierigkeiten im Zusammen hang mit AMiA ("Anglican Mission in America", unter Leitung des anglikanischen Bischofs von Peru) und CANA ("Convocation of Anglicans in North America", unter Leitung des anglikanischn Bischofs on Nigeria) gibt, sollte der pastorale Rat mit ihnen und den leitenden Bischöfen, die gegenwärtig für sie dienen, verhandeln, damit sie einen Platz innerhalb dieser Richtlinien finden. Wir glauben, dass mit gutem Willen das möglich sein dürfte.
Zur Klarstellung der Antwort auf Windsor
Die leitenden Bischöfe erkennen die Ernsthaftigkeit an, mit der sich die Episkopal-Kirche mit den Forderungen des Windsor-Reports befasst hat, wie sie der Kirche von den leitenden Bischöfen bei ihrem Treffen in Dromantine übermittelt wurde. Sie schätzen und akzeptieren die Entschuldigung und die Bitte um Vergebung, die vorgebracht wurde [4]. Sie würdigen zwar die Aktionen der 75. Generlversammlung, die in einigem den Windsor-Rport und seine Empfehlungen bekräftigen, bedauern aber tief einen Mangel an Klarkeit in einigen dieser Antworten.
Insbesondere verlangen die leitenden Bischöfe, über die leitende Bischöfin [der Episkopal-Kirche], dass die Bischofskonferenz ("house of bishops") der Episkopal-Kirche
Die leitenden Bischöfe verlangen, dass die Antwort der Kammer der Bischöfe
ihnen durch die leitende Bischöfin bis 30. September 2007 übermittelt wird.
Falls die Versicherungen, die von der Bischofskonferenz verlangt werden,
nicht in gutem Gewissen gegeben werden können, verbleibt die Beziehung zwischen
der Episkopal-Kirche und der anglikanischen Gemeinschaft bestenfalls beschädigt,
und dies hat Konsequenzen für die volle Teilnahme der Kirche im Leben
der Gemeinschaft.
Zu Streitigkeiten über Kirchenbesitz
Die leitenden Bischöfe bitten die Vertreter der Episkopal-Kirche und der Gemeinden, in denen es Auseinandersetzungen über Kirchenbesitz gibt, dringend, in dieser Situation alle rechtlichen Schritte vorläufig einzustellen. Wir bitten auch alle Parteien dringend, zu versichern, dass keine Schritte unternommen werden, Kirchenbesitz der Episkopal-Kirche ohne ihre Zustimmung anderweitig zuzuordnen, oder die Nutzung solchen Besitzes durch diese Gemeinden zu versagen.
Anhang 1: Die "Prinzipien von Camp Allen"
Die Verpflichtungen, die in dem Brief vom 22. September 2006 ausgedrückt worden waren, waren:
Die Prinzipien, die in dem Brief vom 11. Januar 2007 ausgedrückt wurden, waren
Anmerkungen
[1] Zwar bekräftigen wir die Aussagen verschiedener Lambeth-Konferenzen, dass Bischöfe die Autonomie und territoriale Integrität von Diözesen und Kirchenprovinzen, die nicht ihre eigenen sind, respektieren müssen. Wir fordern aber die betroffenen Kirchenprovinzen dazu auf, geeignete Vorkehrungen zu treffen für eine bischöfliche Leitung für abweichende Minderheiten innerhalb ihres eigenen Gebiets, in Absprache mit dem Erzbischof von Canterbury, der für die leitenden Bischöfe handelt (Lambeth, Oktober 2003).
[2] Nämlich, ein Brief vom 22. September 2006 an den Erzbischof von Canterbury, und ein weiterer Brief vom 11. [Januar] 2007 an die leitenden Bischöfe, der eine Anzahl von Verpflichtungen und Vorschlägen enthält. Diese Verpflichtungen und Pronzipien sind umgangssprachlich als die "Prinzipien von Cmp Allen" bekannt (siehe Anhang 1).
[3] Wie in Anhang 1 erläutert.
[4] Beschluss: Die 75. Generalversammlung der Episkopal-Kirche ist sich der "Buße, Vergebung, und Versöhnung" bewusst, "die uns durch Christus auferlegt ist" (Windsor-Rport, Paragraph 134), sie bringt ihr Bedauern zum Ausdruck darüber, dass die Bande der Zuneigung in den Ereignissen der Generalversammlung von 2003 und danach strapaziert wurden; sie bietet ihre ehrliche Entschuldigung an, an die innerhalb der anglikanischen Gemeinschaft, die verletzt sind durch unser Unvermögen, genügend Gewicht einzuräumen, welche Auswirkungen unsere Aktionen auf unsere Kirche und andere Teile der Gemeinschaft haben; sie bittet um Vergebung, während wir danach suchen, in tieferer Gemeinschaft miteinander zu leben. Die Untergruppe Gemeinschaft ("Communion") fügte den Kommentar hinzu: "Diese Worte wurden nicht leichtfertig gesprochen, und sie sollten nicht leichtfertig entgegengenommen werden."
Der folgende Text ist die (inoffizielle) Übersetzung der Antwort der Bischofskonferenz der Episkopal-Kirche der USA (Episcopal Church) auf das obige Communique, beschlossen beim regulären Frühjahrstreffen der Bischöfe, 20. März 2007. Offizielle Beschlüsse der Episkopal-Kirche werden von der "General Convention" gefasst, die alle drei Jahre zusammentritt. Sie besteht aus dem "House of Deputies" (Gewählte Vertreter von Priestern und Gemeindegliedern aus den einzelnen Diözesen) und dem "House of Bishops" (Bischofskonferenz, alle Bischöfe der Episkopal-Kirche) gefasst werden. Die "General Assembly" tritt jedoch nur alle drei Jahre zusammen, d.h. nicht mehr vor Ablauf der im Abschlusskommunique von Daressalam gesetzten Frist. Die Bischofskonferenz ("House of Bishops") tritt öfter zusammen,
Der offizielle Text (englisch) dieser Beschlüsse der Bischofskonferenz der Episkopal-Kirche steht auf einer Webseite der Episcopal Church der USA.
Übersetzung: Reinhold Weicker, 21. März 2007
Beschlossen: Die Kammer der Bischöfe bekräftigt ihren Wunsch, dass die Episkopal-Kirche ein Teil der Versammlungen der Anglikanischen Kirchengemeinschaft bleibt; und
Beschlossen: Die Kammer der Bischöfe glaubt, dass das vorgeschlagene pastorale Schema [siehe oben] im [Anhang zum] Kommunique von Daressalam der Episkopal-Kirche Unrecht täte, und sie bittet den Exekutivausschuss [der Episkopal-Kirche], eine Mitwirkung daran abzulehnen; und
Beschlossen: Die Kammer der Bischöfe verpflichtet sich, weiter zu arbeiten, um Wege zu finden, die geistlichen Ziele der leitenden Bischöfe zu erreichen, wobei die Wege mit unseren eigenen Organisationen und Richtlinien kompatibel sind.
Beschlossen am 20. März 2007
Die Kammer der Bischöfe
Die Episkopal-Kirche (The Episcopal Church)
Frühjahrstreffen 2007
Camp Allen Konferenz-Zentrum
Navasota, Texas
Wir, die Bischöfe der Episkopal-Kirche heben bei unserem Treffen in Camp Allen, Navasota, Texas, uns mit den Forderungen befasst, die von den leitenden Bischöfen der anglikanischen Kirchengemeinschaft an uns gerichtet worden waren, im Kommunique vom 19. Februar 2007.
Obwohl wir uns nicht in der Lage sehen, das vorgeschlagene "Pastorale Schema" zu akzeptieren, erklären wir unseren leidenschaftlichen Wunsch, volle, ordentliche Mitglieder sowohl in der anglikanischen Gemeinschaft als auch in der Episkopal-Kirche zu bleiben
Wir glauben, dass eine dringende Notwendigkeit besteht, dass wir uns persönlich mit dem Erzbischof con Canterbury und mit Mitgliedern des ständigen Ausschusses der leitenden Bischöfe treffen, und wir fordern und drängen hiermit darauf, dass ein solches Treffen zwischen der leitenden Bischöfin der Episkopal-Kirche und dem Erzbischof von Canterbury für den frühestmöglichen Zeitpunkt vereinbart wird.
Wir laden den Erzbischof und Mitglieder des ständigen Ausschusses ein, auf unsere Kosten für drei Tage des Gebets und des Gesprächs über diese wichtigen Dinge zu uns zu kommen.
Beschlossen am 20. März 2007
Die Kammer der Bischöfe
Die Episkopal-Kirche (The Episcopal Church)
Frühjahrstreffen 2007
Camp Allen Konferenz-Zentrum
Navasota, Texas
Wir, die Bischöfe der Episkopal-Kirche, die sich in Camp Allen, Navasota, Texas, für das jährliche Frühjahrstreffen versammelt haben, haben das Kommunique vom Treffen der leitenden Bischöfe der anglikanischen Kirchengemeinschaft in Daressalam, Tansania, erhalten. Wir trafen uns für Gebet, Nachdenken, Gespräch und Zuhören während dieser Tage und bewegten das Kommunique sehr in unseren Herzen und Sinnen, ebenso wie - wir wir wissen - viele in unserer Kirche und anderswo in der Welt uns in ihren Herzen und Sinnen hatten, während wir uns berieten. Wir sind dankbar für die Gebete, die um uns waren.
Wir bestätigen noch einmal die tiefe Sehnsucht unsrer Herzen, dass die Episkopal-Kirche ein Teil der anglikanischen Gemeinschaft bleibt. Wir sind soweit gegangen, dass wir unser Selbstverständnisses und unserer nicht nachlassenden Sehnsucht nach Beziehungen mit anderen Anglikanern in einer Weise artikuliert haben, dass wir diesem Grundsatz in der Präambel unserer Kirchenverfassung ein Denkmal gesetzt haben. Es ist wichtig für us, dass die Episkopal-Kirche ein Gründungsmitglied in der Familie der Kirchen ist, die in der Kirche von England eine gemeinsame Mutter haben. Diese Mitgliedschaft gibt uns das Privileg und die einzigartige Möglichkeit, Teil des Miteinanders in der Arbeit der Familie zu sein, um menschliches Leiden in allen Teilen der Welt zu lindern. Denn wir, die wir Glieder der Episkopal-Kirche sind, sind uns wie nie zuvor bewusst, dass unsere Partner in der anglikanischen Gemeinschaft lebenswichtig sind für unsere Unversehrheit als Christen und unsere Ganzheit. Das Zeugnis ihres Glaubens, ihre Großherzigkeit, ihre Tapferkeit, ihre Hingabe lehren und wesentliche Elemente eines im Evangelium gegründeten Lebens, die zu unserer Wandlung beitragen
Wir würden deshalb über jede Entscheidung, die uns von Versammlungen aller anglikanischer Kirchen ausschließt, grosse Trauer empfinden, aber unsere Selbstverpflichtung zu unserer Mitgliedschaft in der anglikanischen Gemeinschaft, als Weg, um in der Linderung von Leiden und dr Wiederherstellung von Gottes Schöpfung mitzuwirken, würde unverändert bleiben. Wir beabsichtigen nicht, uns von unseren Verpflichtungen, unseren Beziehungen zurückzuziehen, oder von unserer Anerkennung der vollen Kirchengemeinschaft mit dem Erzbistum von Canterbury oder irgendeinem anderen Vollmitglied der anglikanischen Gemeinschaft. Tatsächlich streben wir danach, unsere Beziehungen zu unseren Brüdern und Schwestern in der Gemeinschaft voll mit Leben zu erfüllen und zu vertiefen, durch Weggeminschaften, das Netzwerk der anglikanischen Frauen, das anglikanisch Netzwerk von Ureinwohnern, das französischsprachige Netzwerk, unsere Unterstützung für die anglikanische Diözese von Kuba, unsere existierenden Verpflichtungen gegenüber anderen Provinzen und Diözesen, einschließlich Liberia, Mexiko, Mittelamerika, Brasilien und die Philippinen, unsere Arbeit als die Spiskopal-Kirche in vielen Ländern der Welt, insbesondere in der Karibik, Lateinamerika, Europa und Taiwan, vor allem in unseren Beziehungen für weltweite Mission.
Seit unserer allgemeinen Synode von 2003 haben wir in gutes Absicht auf die Forderungen geantwortet, die wir von unseren anglikanischen Partnern empfangen haben. Wir haben die Einladung der Lambeth-Kommission akzeptiert, zum Treffen mit ihr mehrere Einzelpersonen zu entsenden, die für die theolgische Breite in unserer Kirche charakteristisch sind. Wir haben das gern getan. Unser Exekutivausschuss ist freiwillig der Forderung der leitenden Bischöfe gefolgt, nicht zum Treffen des Anglikanischen Konsultativrats 2005 in Nottingham zu kommen. Wir haben unseren Platz als Zuhörer statt als Teilnehmer eingenommen, als ein Ausdruck unserer Liebe und unseres Respekt für Empfindlichkeiten unserer Brüder und Schwestern, selbst wenn wir glaubten, dass wir falsch verstanden wurden. Wir haben die Einladung der leitenden Bischöfe angenommen, unsere Haltung in einer Präsentation an eben diesem Treffen des Anglikanischen Konsultativrats zu erläutern. Wir haben dies gern getan.
Beim Treffen unserer Bischofskonferenz in Camp Allen, Texas, im März 2004, haben wir einen Vorschlag angenommen, der "delegierte pastorale Leitung" genannt wurde, als Mittel, die pastoralen Notwendigkeiten derer zu berücksichtigen, die mit Aktionen unserer allgemeinen Synode nicht einverstanden waren. Unser Plan traf im Windsor-Report auf Wohlwollen. Er wurde aber von den leitenden Bischöfen nicht akzeptiert. Bei unserem Treffen im März 2005 beschlossen wir eine Verfassungs-Aussage als temporäre Antwort auf den Windsor-Report, um dem Rest der Gemeinschaft zu versichern, dass wir sie ernstnahmen. Und wir beschlossen mit ganz beträchtlichem Aufwand, überhaupt keinen Bischof mehr für sein Amt zu weihen. Damit sollte erreicht werden, dass wir unseren Überzeugungen treu bleiben konnten, ohne das Risiko einzugehen, dass wir jemand weihen würden, der ein Anstoß für unsere Brüder und Schwestern wäre. Unsere Antwort wurde von den leitenden Bischöfen nicht akzeptiert. Unsere allgemeine Synode im Jahr 2006 kämpfte mächtig und mit hohen Kosten für einige von uns, nicht zuletzt für unsere schwulen und lesbischen Glieder, um den Forderungen entgegenzukommen, die an uns im Windsor-Report und im Kommunique der leitenden Bischöfe von Drommantine 2005 gestellt worden waren. Wir erhielten eine bejahende Antwort vom ständigen Ausschuss des Anglikanischen Konsultativausschusses und von den leitenden Bischöfen, die fanden, dass unsere Anstrengungen in der Substanz den Bedenken des Windsor-Reports Rechnung getragen hatte, mit der Notwendigkeit, unsere Position zur Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften klarzustellen. Trotzdem wurden unsere Anstrengungen im Kommuniqo von Daressamal nicht akzeptiert.
Andere anglikanische Bischöfe, unter ihnen einige leitende Bischöfe, haben die Grenzen unserer Kirchenprovinz verletzt, großes Leid verursacht, und unermesslich zu unseren Schwierigkeiten beigetragen, die wir damit hatten, unsere Probleme zu lösen und zu versuchen, mit unseren anglikanischen Brüdern und Schwestern zu kommunizieren. Uns wurde wiederholt versichert, dass Grenzverletzungen unangebracht sind, nach den allerältesten Regeln, und dass sie enden sollten. Die Lambeth-Konferenzen von 1988 und 1998 haben dies getan. Der Windsor-Report hat es getan. Das Kommunique von Drommantine hat es getan. Keine dieser Versicherungen wurde befolgt. Das Kommunique von Daressalem bekräftigt das Prinzip, dass Grenzverletzungen nicht akzeptabel sind, aber es setzt dann Bedingungen für eine Beendigungen dieser Verletzungen, Bedingungen, die wir einfach nicht erfüllen können, ohne eine außerordentliche allgemeine Synode einzuberufen.
Es verpflichtet uns als Jünger, dass wir unser Bestes tun, um Jesus nachzufolgen, mit der zunehmenden Erfahrung, dass der Heilige Geist uns leitet. Wir verstehen völlig, dass andere in der [anglikanischen] Gemeinschaft dasselbe glauben, aber wir glauben nicht, dass Jesus uns dahin führt, unsere Beziehungen abzubrechen. Wir verkünden das Evangelium von dem, was Gott in Christus getan hat und noch tut, von der Würde jedes menschlichen Wesens, und von Gerechtigkeit, Mit-Leiden und Frieden. Wir verkünden das Evangelium, dass es in Christus nicht Juden oder Griechen gibt, nicht Männer oder Frauen, nicht Sklaven oder Freie. Wir verkündigen das Evangelium, dass in Christus alle Kinder Gottes, einschließlich der Frauen, volle und gleichberechtigte Teilnehmer an dem Leben der Kirche Christi sind. Wir verkündigen das Evangelium, dass in Christus alle Kinder Gottes, einschließlich schwuler und lesbischer Menschen, volle und gleichberechtigte Teilnehmer des Lebens in der Kirche Christi sind. Wir verkündigen das Evangelium, das gegen jede Gewalt steht, einschließlich der Gewalt gegen Frauen und Kinder, ebenso wie der Gewalt gegen Menschen, die wegen ihrer Verschiedenheiten verfolgt werden, oft im Namen Gottes. Das Kommunique von Daressalem schwigt in schmerzlicher Weise zu diesem Thema. Und, anders als das "Anglican Communion Network" und das "American Anglican Council" uns dargestellt haben, verkünden wir ein Evangelium, das Vielfalt des Denkens und offene theologische Debatten begrüßt, als einen Weg, Gottes Wahrheit zu finden. Wenn das bedeutet, dass andere uns und die Gemeinschaft mit uns zurückweisen, wie es einige schon getan haben, dann müssen wir mit Bedauern und Schmerz ihre Entscheidung akzeptieren.
Mit großer Hoffnung, dass wir weiter in den Versammlungen der Kirchenfamilie, die wir als die anglikanische Gemeinschaft kennen, willkommen sein werden, glauben wir, dass eine Teilnahme an dem "pastoralen Schema" der leitenden Bischöfe Verletzungen für die Episkopal-Kirche bringen würde, aus vielen Gründen.
Erstens verletzt es unsere Kirchengesetze darin, dass eine Delegation der Autortität des leitenden Bischofs stattfinden würde, die nach unseren Regeln nicht erlaubt ist; und es würde eine Kompromittierung unserer Autonomie als Kirche bedeuten, die nach unserer Verfassung nicht zulässig ist.
Zweitens ändert es in grundlegender Weise den Charakter des Windsor-Prozesses und den Verfassungs-Prozess, von dem wir glaubten, dass darin alle anglikanischen Kirchen gemeinsam teilnehmen würden.
Drittens verletzt es unsere grundlegenden Prinzipien als Episkopal-Kirche, die unserer Befreiung vom Kolonialismus und dem Beginn eines von der Kirche von England unabhängigen Leben gefolgt sind.
Viertens ist es eine ernsthafte Abkehr vom Erbe unserer englischen Reformation. Es verläßt die großzügige Orthodoxie unserer Gebetbuch-Tradition. Es opfert die Emanzipation der Laien der ausschließlichen Führung durch hochrangige Bischöfe. Und, zum ersten Mal seit der Trennung vom Papsttum im 16. Jahrhundert, ersetzt es die örtliche Leitung der Kirche, durch ihre eigenen Leute, durch die Entscheidungen einer fernen und nicht der örtlichen Kirche verantwortlichen Gruppe von Prälaten.
Am wichtigsten aber ist, dass es geistlich unangebracht ist. Das pastorale Schema ermuntert eine der schlimmsten Tendenzen der westlichen Kultur, nämlich Beziehungen abzubrechen, wenn wir meinen, sie seien schwierig, statt die harte Arbeit auf sich zunehmen, Beziehungen zu heilen und Instrumente der Versöhung zu sein. Das wirkliche kulturelle Phänomen, das das geistliche Leben unserer Menschen bedroht, einschließlich Ehe und Familienleben, ist die Leichtfertigkeit, mit der wir unsere Beziehungen und die Gelübde, mit denen wir sie eingegangen sind, brechen, statt die umgestaltende Kraft des Evangeliums in ihnen zu suchen. Wir können nicht akzeptieren, was auf diese Kirche verletzend wirken würde und durchaus zu ihrer permanenten Spaltung führen könnte.
Zur gleichen Zeit verstehen wir, dass die gegenwärtige Situation bewusste Sorge für die in der Kirche erfordert, die sich in Gewiossenskonflikten mit den Handlungen der allgemeinen Synode befinden. Wir verpflichten uns, mit ihnen zu arbeiten, mit dem Ziel eines praktikablen Arrangements. In Wahrheit ist die Zahl derer, die unsere Kirche zu spalten versuchen, klein, und unsere Kirche zeigt ermutigende Zeichen von Leben und Hoffnung. Die Tatsache, dass wir unter uns verschiedene Meinungen über Fragen der Sexualität haben, und dies sogar ermuntern, sollte in keiner Weise missverstanden werden, als seien wir geteilt - ausgenommen vielleicht ganz wenige - in unserer Liebe für die Episkopal-Kirche, die Integrität ihres Selbstverständnisses, und die Fortsetzung ihres Lebens und ihres Dienstes.
In Erwartung der traditionellen Erneuerung der Ordinationsgelübde in der Heiligen Woche [Karwoche] erklären wir feierlich, dass "wir glauben, dass die Heiligen Schriften des Alten und Neuen Testaments das Wort Gottes sind, und dass sie alles enthalten, was zur Rettung nötig ist; und wir ermutigen feierlich, der Lehre, der Disziplin und dem Gottesdienst der Episkopal-Kirche zu folgen" (Book of Common Prayer, Seite 513).
Mit dieser Versicherung von beidem, unserer Identität als Kirche und unserer Zuneigung zu der anglikanischen Gemeinschaft, finden wir neue Hoffnung, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf das Wesentliche an Christi Mission in der Welt lenken können, den Armen das Evangelium zu bringen, den Gefangenen Freiheit zu verkünden und den Blinden das Augenlicht, die Unterdrückten zu befreien, und das Gnadenjahr des Herrn zu verkünden (Lukas 4,18-19). Dies ist unsere Aufgabe, der wir uns jetzt entschlossen zuwenden.
Beschlossen am 20. März 2007
Die Kammer der Bischöfe
Die Episkopal-Kirche (The Episcopal Church)
Frühjahrstreffen 2007
Camp Allen Konferenz-Zentrum
Navasota, Texas
Auch wenn wir in diesem Bereich normalerweise nur "offizielle" Texte von Kirchen wiedergeben, und nicht Texte der HuK oder anderer christlicher Schwulen- und Lesbengruppen, sei hier doch die Stellungnahme (Pressemitteilung) von Integrity angefügt, der HuK-ähnlichen Organisation von Lesben und Schwulen innerhalb der Episcopal Church der USA (von einer englischsprachigen Webseite von Integrity, Übersetzung: Reinhold Weicker).
21. März 2007 - Integrity ist dankbar für die deutlich formulierten Resolutionen, die gestern von der Bischofskonferenz ("house of bishops") verabschiedet wurden. "Die Bischöfe haben der Kirche einen Weg vorwärts eröffnet, der beides bekräftigt, ihre Verpflichtung gegenüber der anglikanischen Gemeinschaft und ihre Verpflichtung gegenüber den getauften schwulen und lesbischen Gemeindegliedern", sagte die Präsidentin von Integrity, Susan Russell. "Es ist ein Zeichen von Gesundheit und Hoffnung für alle Glieder der Episkopal-Kirche, dass die Bischöfe die Erpressung abgelehnt haben, die historische Linie der Episkopal-Kirche aufzugeben, dadurch dass man mit einem Ausschluss von den Institutionen der anglikanischen Gemeinschaft droht. Uns Schwule und Lesben bringen die Aktionen der Bischöfe näher dazu, die Verpflichtung der Kirche von 1976 zu einem "vollen und gleichberechtigten Anspruch" von einer Resolution zu einer Wirklichkeit werden zu lassen."
Indem sie das vorgeschlagene "pastorale Schema" ablehnten und den Erzbischof von Canterbury gedrängt haben, sich direkt mit ihnen zu treffen, haben die Bischöfe in der Bischofskonferenz auf ihrer Führungsrolle in Gottes Kirche bestanden - und Integrity zollt ihnen dafür Beifall. Gleichzeitig haben sie, indem sie den Exekutivausschuss [der Kirche] in den Prozess einbezogen haben, der Versuchung widerstanden, "für² die Kirche zu sprechen - wir glauben, dass dies sogar noch größeren Beifall verdient.
Schließlich stimmen wir der Aussage der Bischöfe zu, dass "die Anzahl deren, die die Kirche zu spalten versuchen, klein ist, und dass unsere Kirche ermutigende Zeichen von Leben und Hoffnung zeigt". Integrity fühlt sich dem Wachstum, der Stärke und der Lebendigkeit dieser Episcopal-Kirche verpflichtet - von der wir sagen, dass es unsere Kirche ist. Wir glauben, dass die zunehmende Teilnahme von Schwulen und Lesben in allen Bereichen des kirchlichen Dienstes und die Feiern unserer Beziehungen zu diesen Zeichen von Leben und Hoffnung gehören. Wir freuen uns auf Möglichkeiten in den Tagen vor uns, weiter Zeugen von Zeichen des Lebens und der Hoffnung zu sein. Wir werden damit fortfahren, die Kirche aufzufordern, ihrer hohen Berufung gerecht zu werden, alle Getauften in den Leib Christi einzubeziehen. Es liegen noch Meilen Weges vor uns, bevor wir uns zur Ruhe setzen können, aber heute feiert Integrity mit unseren Bischöfen und unserer Kirche, dass wir einen gigantischen Schritt vorwärts auf dieser Reise machen können.