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HuK warnt vor Wüstenstrom |
[Letzte Aktualisierung: 16.10.2007] |
"Es liegt sicher in der Verantwortung eines/einer jeden Einzelnen, von Angeboten 'Veränderung im Bereich Homosexualität' Gebrauch zu machen oder auch nicht; wir können aber nach dem, was wir über 'Wüstenstrom' wissen, von einer Beratung durch diese Organisation nur abraten." Mit diesen Worten nimmt die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. deutlich Stellung zu der Organisation "wuestenstrom e.V.", die im Zusammenhang mit einem für Oktober 2007 in Graz geplanten Kongress "Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie" wieder ins Gerede gekommen ist. Im Rahmen von Gesprächen mit Wortführern konservativ-evangelikaler Gruppen hatte eine HuK-Arbeitsgruppe im Oktober 2006 auch mit Wüstenstrom-Vertretern gesprochen, dabei hatten diese ihre Beratungsarbeit als "ergebnisoffen" bezeichnet und beteuert, dass man sich von Konzepten wie "Desert Stream" in den USA verabschiedet habe.
In den darauf folgenden Monaten musste jedoch festgestellt werden, dass - insbesondere in einem Leserbrief an die konservativ-christliche Zeitschrift Idea Spektrum - sich Wüstenstrom offenbar immer noch als Teil der Ex-Gay-Bewegung versteht, man charakterisiert dort Homosexuelle als "auf dem emotionalen Niveau eines Sechsjährigen oder eines Pubertierenden" stehend" und will ihnen helfen, "die Homosexualität als stabilisierendes Moment ihrer Gefühle hinter sich [zu] lassen". Die HuK sieht daher die neuere Sprechweise von "Veränderung" eher als "alten Wein in neuen Schläuchen" und hat zur Klarstellung ihre Webseite zum Thema Wüstenstrom aktualisiert: Man beschreibt die Organisation, indem man sachlich deren eigene Aussagen zitiert, zieht aber zur Klarstellung einen deutlichen Trennungsstrich, trotz der freundlichen Aussagen "liberalen" Gesprächspartnern gegenüber.
HuK-Webseite zum Thema:
http://www.huk.org/aktuell/06-11-wuestenstrom.htm
Weitere HuK-Webseiten zu "Umpolung/Reparativtherapie":
http://www.huk.org/aktuell/index.htm#umpolung
Offener Brief der Gruppe "Zwischenraum", mit ausführlicher Kritik
am wissenschaftlich fragwürdigen Konzept von Wüstenstrom für den Grazer Kongress:
http://www.zwischenraum.net/Graz_offener_Brief.htm
Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Thomas Wunsch (HuK-Vorstand)
Tel. 0162 / 9638657
Email
thomas.wunsch@huk.org
Dr. Reinhold Weicker (HuK-Pressesprecher)
Tel. 05251 / 66018
Email
presse@huk.org