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Pressemitteilung (14.06.2001) |
[Letzte Aktualisierung: 23.04.2002 ] |
"Nur Mut - Alltag ganz normal" lautete der Titel der Veranstaltung mit Frau Ute Heinemann, Präses der Synode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im Zentrum der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. Vor etwa 200 Kirchentagsbesuchern sprach sich Frau Heinemann für die Segnung von lesbischen oder schwulen Paaren aus.
Mit weiteren Podiumsteilnehmenden diskutierte sie die Offenheit von Kirchen und Gesellschaft gegenüber homosexuellen Menschen.
In Bezug auf die Akzeptanz von Lesben und Schwulen im Pfarramt sieht Frau Heinemann die geleistete Gemeindearbeit als Kriterium. Das Privatleben ist zu achten und die Wahl des Lebenspartners zu respektieren. Insofern sieht sie einen deutlichen Handlungsbedarf zur Änderung des Pfarrerdienstgesetzes.
Ähnlich sprach sich auch Jörg Sperling, Schulleiter einer Gesamtschule in Kassel, für die Beschäftigung von homosexuellen Lehrern aus. Er warnte vor Diffamierungen und wies auf die Wichtigkeit von positiven Vorbildern für lesbische Schülerinnen oder schwule Schüler hin.
Elke Stratmann aus Oldenburg und Martin Weiler aus Köln berichteten von ihren Erfahrungen und ihrem Berufsalltag als offen lebende Homosexuelle. Wer ein authentisches Leben führen will, kann die sexuelle Orientierung auch am Arbeitsplatz nicht verheimlichen. Diese Offenheit bewirkt in den meisten Fällen auch eine Akzeptanz durch die Kolleginnen und Kollegen.
Als Beispiel für auch wirtschaftliche Interessen des Arbeitgebers an einer offenen Lebensweise nannte Herr Weiler die Unternehmensphilosophie der Ford-Werke. Dort ist unter anderem Benachteiligung aufgrund der sexuellen Orientierung verboten, um so Reibungsverluste durch Konflikte zwischen Mitarbeitern oder die Verheimlichung der Lebensumstände zu vermeiden. Dennoch sind solche Regelungen nur der äußere Rahmen, in dem strukturelle Diskriminierung zwar abnimmt, persönliche Ablehnung durch Einzelne aber nicht vermieden werden kann.
Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
Thomas Wunsch, Pressesprecher der HuK
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