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Präambel |
[Letzte Aktualisierung: 05.06.2002] |
Der folgende Text ist die Prämbel zur Satzung der HuK vom Januar 2000. Der Text beschreibt Ziele, mit denen sich - bei aller Vielfalt der Meinungen, die es auch in der HuK gibt - jedes Mitglied in der HuK identifizieren können sollte. Auf diese Satzungsprämbel wird deshalb im Antragsformular für eine Mitgliedschaft in der HuK Bezug genommen.
Nicht verwunderlich ist, dass verschiedene Sätze dieser Präambel in weiteres Informationsmaterial der HuK, z.B. auch in unsere Web-Seite zu den Zielen der HuK eingegangen ist.
Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V. ist ein freier Zusammenschluss von Frauen und Männern, die sich kritisch und konstruktiv mit Homosexualität und Kirche auseinandersetzen.
Gottes Handeln in der Welt, von dem die Bibel Zeugnis gibt, erfahren wir als befreiende Botschaft. Befreite Menschen lädt Gott in eine Gemeinschaft ein, in der Gerechtigkeit herrschen soll und die Menschenwürde beachtet wird. Dieses gibt vielen Lebensformen Raum zur Entfaltung gelingenden Lebens.
Wir verstehen homosexuelles und heterosexuelles Empfinden und Verhalten als gleichwertige Ausprägung der einen menschlichen Sexualität. Deshalb arbeiten wir am Abbau von Diskriminierung und fordern die volle Teilhabe von Lesben und Schwulen am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben.
Wir wollen durch Information und Begegnung Vorurteile und Unkenntnis zum Thema Homosexualität abbauen.
Wir wollen uns mit Kirchengemeinden, kirchlichen Verbänden und Gremien auf die Suche nach einer Ethik der Sexualität begeben, in der auch lesbische und schwule Beziehungen gleichwertig gelebt werden können.
Wir wollen die Korrektur undifferenzierter und unqualifizierter Äusserungen zur Homosexualität, gleich von welcher kirchlichen oder politischen Seite sie gemacht oder auch nur geduldet werden.
Wir wollen, dass homo- wie heterosexuellen Frauen und Männern prinzipiell alle beruflichen Möglichkeiten in Kirche und Gesellschaft offenstehen. Das Geschlecht und die sexuelle Orientierung eines Menschen befähigen zu keinem und disqualifizieren von keinem Amt.
Wir wollen Lesben und Schwulen helfen, die aufgrund ihrer Homosexualität Probleme mit ihrem kirchlichen Arbeitgeber haben. Wir sind solidarisch mit allen anderen Menschen, die auf ähnliche Weise unter dem kirchlichen Missbrauch der Privilegien aus dem Tendenzschutz leiden.
Wir wollen in den Kirchen deutlich machen, dass sich insbesondere an ihrem Umgang mit von HIV und AIDS betroffenen Menschen der Grad ihrer Akzeptanz alternativer Lebensformen messen lässt. 'Positiv' oder 'Negativ' ist in unserer Weggemeinschaft keine Frage des Immunstatus.
Wir wollen die Solidarität unter Lesben und Schwulen stärken. Gemeinsamkeiten und Unterschiede finden bei uns ihren Platz.
Wir wollen Lesben und Schwule einladen, spirituelles Leben mit uns zu teilen. Wir wollen als Christinnen und Christen in der lesbisch-schwulen Öffentlichkeit erkennbar sein.
Auf Grundlage dieser Präambel und zur Erreichung unserer Ziele suchen wir die Zusammenarbeit mit anderen Personen und Gruppen.
Frankfurt / Main
22. Januar 2000