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  "Paths to openness" - European Forum 2004 in Stockholm  

[Letzte Aktualisierung: 26.07.2004]

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Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V.

"Paths to openness" - European Forum 2004 in Stockholm

Zum 22. Mal waren die Delegierten der 35 Mitgliedsgruppen des Europäischen Forums der christlichen Schwulen- und Lesbengruppen zu ihrer Jahrestagung versammelt Von Christi Himmelfahrt, 20. Mai 2004 bis zum folgenden Sonntag, 23. Mai 2004 waren Frauen und Männer beisammen; schon am Mittwoch reisten Frauen für ihr zusätzliches Programm an. Dieser 'women's day' hat sich zu einer Kraftquelle für das ganze Forum entwickelt.

Ein wunderschön, etwas außerhalb Stockholms, gelegenes Tagungshaus der lutherischen Kirche bot ideale Räume und Quartiere für die 76 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 17 Ländern."Wege zur Offenheit" hieß das Motto und die gastgebende schwedische Gruppe Riks-Ekho hatte dazu workshops organisiert und Referenten eingeladen.

Die 12 deutschen TeilnehmerInnen gehörten der HuK, Labrysteia, Maria und Martha Netzwerk, Projekt schwul und katholisch sowie der AG Schwule Theologie an. Mit 2 weiteren Österreichern und 1 Schweizerin konnte sich somit die deutsche Sprachgruppe gut einbringen. Exoten waren ein Teilnehmer aus Island, je einer aus Russland, Finnland, Uganda und eine Teilnehmerin aus Serbien-Montenegro.

Am Freitagvormittag wurde zuerst das schwedische Projekt "Normgiving diversity" vorgestellt und anschließend fanden fünf workshops statt. Das Projekt führt weltliche und kirchliche Organisationen des öffentlichen Lebens zusammen mit dem Ziel, für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Lesben und Schwulen zu kämpfen. Es wird von der EU finanziell unterstützt.

Durch gegenseitige Information und Entwicklung von Normen bei aller Verschiedenheit der Lebensentwürfe wird die Gesellschaft verändert. Riks-Ekho und der Präsident des EF haben im vergangenen Jahr mit hohem persönlichen Einsatz daran gearbeitet. Die lutherische Bischöfin von Stockholm begrüßte das Forum und berichtete - bereits am Donnerstag - über ihre Bemühungen im Rahmen des Projekts und auf ökumenischer Ebene.

Der Freitagnachmittag gehörte wie immer der Exkursion in die gastgebende Stadt. Dieses Mal verbunden mit einer Bootsfahrt durch die wunderschönen Gewässer, einem Gottesdienst im Dom und dem Empfang im Klublokal des Riks-Ekho in den maritim geschmückten Räumen der Seemannsmission.

Für die Delegierten stand der Samstagvormittag ganz im Zeichen der Jahreshauptversammlung - das EF ist ja eine Stiftung nach niederländischem Recht und muß seine Regularien beachten. Die Co-Präsidentin und die Schatzmeisterin wurden verabschiedet, ihre Nachfolger neu gewählt. Nach drei Jahren Kassenprüfung durch die HuK war auch der "auditor" neu zu berufen. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt und der Haushaltsplan für 2005 beschlossen. Kritisch wurde die inhaltliche Arbeit der Gruppen  zwischen den Jahrestreffen gewürdigt. Manches blieb unerledigt, anderes wurde mit neuem Nachdruck beschlossen. So soll besonders die e-mail Vernetzung im EF samt der eigenen homepage endlich vorankommen und der Kontakt zur Konferenz Evangelischer Kirchen in Europa (KEK) sowie zum Weltkirchenrat (WCC) verstärkt werden. Ebenso wird die Einladung der ILGA zu engeren Zusammenarbeit bei Religion und Menschenrechten angenommen.

Ein Höhepunkt des EF war die Tatsache, daß das im vergangenen Jahr beschlossene Buchprojekt "Let our voices be heard - christian lesbians in Europe telling their stories" tatsächlich fertig geworden ist und von Randi Solberg, der Herausgeberin, vorgestellt werden konnte. Es ist ein vorzügliches Lese- und Arbeitsbuch geworden. Unter www.MeinBu.ch (Neuerscheinungen / Solberg) ist es im Internet zu finden.

Das EF 2005 wird in Oslo stattfinden, erstmals im Rahmen des Europride, vom 23. - 26. Juni. Für 2006 haben sich unsere Freunde in Riga/Lettland als Gastgeber gemeldet und das Jahr 2007 könnte uns in Frankreich versammeln.

Ein bewegender Gottesdienst am Sonntagmorgen ging dem für viele ebenfalls bewegenden Abschied voraus. Ein wahres Stück ökumenischen Christseins in Europa wurde in diesen Tagen gespürt und gestaltet, Geschwisterlichkeit erlebt. Für die HuK war ich dabei.

Bernd Wangerin, europeanforum@huk.org