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[Letzte Aktualisierung: 15.12.2005 ]

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Wer wir sind

Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V.

Katholische Schwule Priestergruppen Deutschlands

Obwohl die katholischen schwulen Priestergruppen Deutschlands nicht Arbeitskreise der HuK sind, sondern eine völlig eigenständige Gruppierung, ist Information über sie doch hier aufgeführt, da sie in der Zielsetzung viel mit der HuK gemeinsam haben. Wegen des besonderen Bedürfnisses dieser Gruppen nach Vertraulichkeit ist ein Kontakt nicht über die HuK-Regionalgruppen, sondern nur über den Bundessprecher der Priestergruppen möglich.

Seit Frühjahr 2002 informieren die katholischen schwulen Priestergruppen auf einer eigenen Home Page http://www.kspd.org (früher, jetzt inaktiv: www.kspd.de) über ihre Arbeit. Trotzdem geben wir auch hier Information zu den schwulen Priestergruppen wieder, da erfahrungsgemäß viele Besucher über die HuK-Webseiten auf diese Gruppen aufmerksam werden.

Der folgende Text ist einem Faltblatt entnommen, das beim Katholikentag 1998 in Mainz verteilt wurde.

Wer wir sind

Wir sind schwule Priester und Ordenleute. In einzelnen Gruppen sind darüber hinaus auch andere pastorale Berufe vertreten.

Wir haben uns in Gruppen zusammengeschlossen in den Bistümern ...

Aachen Augsburg Bamberg Eichstätt Essen Freiburg Hamburg Köln Limburg Mainz München Münster Osnabrück Paderborn Passau Regensburg Rottenburg-Stutgart Trier Würzburg

Unsere Gruppen treffen sich regelmäßig zum persönlichen Austausch über unser Priester- und Schwulsein.

Wir sind untereinander vernetzt in den Katholischen Schwulen Priestergruppen Deutschlands (KSPD). Auf Bundesebene gibt es ein jährliches Treffen aller Gruppen.

Was wir wollen

Wir wollen mit dazu beitragen, das Thema Homosexualität in der Kirche ins Gespräch zu bringen.

Wir wollen Akzeptanz für schwule und lesbische MitarbeiterInnen in der Kirche erreichen.

Wir wollen, daß die gleichgeschlechtliche Liebe in der Vielfalt der Lebensforen ihren Platz bekommt. Sie ist wie die Ehe und der Zölibat ein Charisma.

Wir wollen, daß Diakone, Priester und pastorale MitarbeiterInnen ihre Lebensform frei wählen können.

Wir wollen eine Spiritualität entfalten, in der die Spannung zwischen Schwulsein und Religiosität als gegenseitige Ergänzung gelebt und gestaltet wird.

Wie Sie uns erreichen können

In die Öffentlichkeit zu gehen, bedeutet für uns immer noch, persönlich angreifbar zu werden. Deswegen gibt es für die einzelnen Gruppen noch keine Adressen und Ansprechpartner.

Derzeit (Dez. 2005) gibt es für die Priestergruppen keine Postadresse oder Telefonnummer. Sie können aber über unsere Webseite Kontakt zu jeder unserer Gruppen bekommen. Die Email-Adresse ist "kontakt" bei "kspd.org". Dabei ist es hilfreich, wenn Sie Ihren Beruf und die Diözese angeben.

Aus einer Predigt

Vor einiger Zeit habe ich ein Lied kennengelernt, das sich seitdem häufiger in meiner Erinnerung bemerkbar macht. Ich hörte diese Lied zum ersten Mal bei einer Kundgebung der 8.-Mai-Bewegung. Zehntausend Stimmen wünschten einander:

    Fürchte dich nicht, sei nicht bang:
    Du hast Gnade gefunden bei Gott!

Ich hatte damals das Gefühl: Dies wird hier, in dieser großen Halle, ein wenig auch in meine Richtung, für mich gesagt, gesungen. Ich hatte den Eindruck: Es ist die Liebe Christi, die in den Stimmen der Menge atmet, eigentlich ist es deshalb auch ein wenig der Leib Christi, der singend wünscht: Fürchte dich nicht, sei nicht bang, du hast Gnade gefunden.

Mir ging auf: Es ist ein großes Vorrecht, in dieser Gesellschaft die Stimme erheben zu dürfen und so zu dem, was der der Leib Christi sagt und singt, etwas beizutragen. Ich bin sehr froh, daß wir das heute auch miteinander tun dürfen. Und es ist etwas ganz Besonderes, daß wir als homosexuelle Männer und lesbische Frauen dies Lied zum Klingen bringen. Das fügt diesem Glaubensbekenntnis einen Mehrwert zu, einen eigenen Klang, eine spezifische Farbe. Ist es nicht ein Vorrecht, diese Farbe einzubringen in das vielstimmige, vielfältige Konzert, das die Liebe gibt?

Heinz-Georg Surmund, Utrecht, in einer Predigt vor schwulen Männern und lesbischen Frauen im Juni 1993


Im Oktober 1999 hat die Sprechergruppe der Gruppen katholischer schuler Priester in Deutschland auch zu dem Arbeitspapier ”Priesterweihe und geitliche Berufe” der Deutschen Bischofskonferenz Stellung genommen.