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  Norwegischer Film zum Thema ”Umpolung”  

[Letzte Aktualisierung: 17.05.2002]

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Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V.

«Ich schmutziger, sündiger Mensch»

Film zum Thema ”Umpolung”

Das Österreichische Fernsehen hat im letzten Sommer einen norwegischen Film ausgestrahlt, der eine authentische Geschichte wiedergibt und der als Video bei Walter in Freiburg ausgeliehen werden kann (Adresse s. unten). Wer immer noch glaubt, es würde auf Schwule kein religiöser Druck ausgeübt, wer immer noch nicht zur Kenntnis genommen hat, dass ausschliesslich aufgrund dieses massiven Drucks, den nur noch einige Christen ausüben, die Zahl der Selbstmordversuche und die Selbstmordrate bei Schwulen um vieles höher ist als bei andern, der sollte sich dieses Video unbedingt anschauen - Dauer ca. 55 Minuten. Es ist auch geeignet für eine Veranstaltung zu dem Thema "Veränderung" oder "Umpolung" der homosexuellen Orientierung - vielleicht besser, als endloses Diskutieren über Bibelstellen.

Björn-Erik Andersen, ein junger norwegischer schwuler Christ, will sich in seiner lutherischen Kirche einbringen, merkt aber, dass er mit seiner homosexuellen Begabung dort nicht angenommen wird. In seiner Verzweiflung über seine Nichtakzeptanz und nach langem, qualvollem Ringen war für ihn der Freitod der einzige Ausweg. Die von Björn-Erik hinterlassenen Tagebuchaufzeichnungen und die Gespräche mit Familienangehörigen und FreundInnen rühren sehr stark an.

Jan-Aage Torp, evangelikaler norwegischer Prediger, outet sich als Schwulenhasser. Er betrachtet es als "grosses Privileg", von Gott die "wichtige Aufgabe" zugedacht bekommen zu haben, Schwule zu "heilen" und sieht darin einen "wichtigen Beitrag" zum "Werk Gottes". Er rühmt sich, Vorstandsmitglied bei "exodus international" und damit zuständig für Europa, Afrika und den Nahen Osten zu sein und in dieser Eigenschaft in der weltweiten Diskussion über "Veränderung" von Homosexualität eine gewichtige Stimme und grossen Einfluss auf die öffentliche Meinung zu haben. Und selbstverständlich hat er ein Siebenpunkteprogramm, um von dieser "Sünde" loszukommen. Die Einwände eines früheren Mitarbeiters von "exodus", wie gefährlich solche Organisationen sind, wie unchristlich sie sich verhalten und wie wichtig es ist, darüber aufzuklären, dass diese Leute andere Menschen und den Namen Gottes missbrauchen, dass keine Veränderungen der sexuellen Orientierung stattgefunden haben und auch gar nicht möglich sind, lassen ihn zunächst kalt und erschüttern seinen Glauben nicht, denn schliesslich hat er ja "Gott" und "Gottes Wort" auf seiner Seite. Erst die Konfrontation mit der Geschichte Björn-Eriks bringt ihn zum Nachdenken und er stellt daraufhin seine Aktivitäten ein. Er gibt am Ende zu, absolut laienhaft gearbeitet zu haben und wenig von der menschlichen Seele zu wissen.

"Wüstenstrom", "Christen in der Offensive", "Weisses Kreuz" "Christliche Mitte" & Co. sollten sich ein Beispiel an Jan-Aage Torp nehmen. Sie wären ja nun wirklich nicht die ersten, die umdenken, aber sie sind wohl bald die letzten, die diesen Unsinn immer noch verbreiten.

Adresse:

Walter Conzelmann
Wentzingerstr. 32, 79106 Freiburg
Tel. und Fax 0761 - 27 71 18
E-Mail: Walter.Conzelmann@t-online.de