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  Was sagt die Wissenschaft zu Veränderbarkeit?  

[Letzte Aktualisierung: 02.05.2008 ]

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Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V.

Ist Veränderung der sexuellen Orientierung möglich?

Von Reinhold Weicker, Paderborn

Umschwung in der Anti-Homo-Argumentation: Statt "unchristlich" jetzt: "unwissenschaftlich"

In den letzten Jahren, vor allem seit 2001, sind die Stimmen aus dem christlich-konservativen, oft "evangelikal" genannten Lager immer lauter geworden, die gegen Homosexuelle argumentieren, jetzt nicht mehr (wie es früher oft der Fall war) mit dem Argument "Das ist doch unchristlich/Sünde", sondern mit dem pseudo-wissenschaftlichen Argument "Die Wissenschaft hat doch bewiesen, dass Homosexualität nicht angeboren ist; also ist eine Veränderung zur Heterosexualität hin möglich - man muss nur wollen und die richtigen Berater oder Therapeuten finden". Die fatale Konsequenz für die Kirchen - und nicht nur für sie, auch für die Gesellschaft im Ganzen - ist, dass man daraus folgert:

Unter denen, die diese These vertreten, sind vor allem die "Offensive Junger Christen" (OJC) mit ihrem Zweig "Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft" (DIJG). Zu nennen ist auch die Organisation wuestenstrom e.V. Auf sie wird auch z.B. beim Weißen Kreuz verwiesen: Alle Texte auf der Webseite des Weißen Kreuzes (Stand April 2008) zum Thema Homosexualität stammen von Wüstenstrom.

In Deutschland gibt es also einerseits eine große Zahl von Institutionen oder Initiativen, die diese Thesen vertreten, zum Teil mit erheblichem publizistischem Einsatz. Untersuchungen, die über das Nennen von Einzelfällen hinausgehen, wissenschaftliche Studien sind mir aber aus dem deutschsprachigen Raum nicht bekannt, weder in der, kurz gesagt "Anti-Homo-Richtung" noch in der "Pro-Homo-Richtung". Wenn wissenschaftliche Artikel zur Begründung des eigenen Urteils zitiert werden, greift man auf Arbeiten zurück, die in den USA (in englischer Sprache) veröffentlicht wurden. Auch dies gilt für beide Richtungen.

Die wichtigsten Arbeiten in den USA

Bekanntlich hat der wichtigste amerikanische Fachverband, die Amerikanische Psychiatrie-Vereinigung (American Psychiatric Association, APA) 1973 Homosexualität aus dem Katalog psychischer Krankheiten gestrichen und argumentiert "Da gibt es nichts zu heilen, denn Homosexualität ist keine behandlungsbedürftige Krankheit". Von interessierter Seite, bis hin zu dem prominenten deutschen Prediger Ulrich Parzany [4], wurde argumentiert, dass dies doch nur auf politischen Druck der "Schwulen-Lobby" hin erfolgt sei, so quasi als Nachwirkung der turbulenten Nach-68er-Zeit. Dabei wird elegant übergangen, dass noch 1999/2000 die APA ihre Entscheidung explizit noch einmal, mit einer ausführlichen Begründung, bestätigt hat [5]. Ähnliche Stellungnahmen liegen von praktisch allen großen Fachverbänden in den USA vor (Psychologen, Mediziner allgemein, Sozialarbeiter, usw.); in Deutschland ist es ähnlich.

Drei Studien haben zumindest versucht, eine größere Anzahl von Konversions-Versuchen wissenschaftlich aufzuarbeiten, d.h. nicht nur über Einzelfälle zu berichten, sondern Prozentzahlen zu nennen. Was die Öffentlichkeit dabei vor allem interessiert, ist die "Erfolgsquote": Kann man sagen, wieviel Prozent von denen, die eine Veränderung suchten (im Sinne der Berater meist: "Heilung" von der Homosexualität weg), denn dabei Erfolg hatten?

Die drei Studien sind

Über zwei der drei Studien habe ich schon zusammenfassend, in deutscher Sprache, berichtet ([9], [8]); für die dritte Studie ist eine deutschsprachige Zusammenfassung in Arbeit; Teile sind hier wiedergegeben.

Die "Spitzer-Studie": Nur "Erfolgsfälle" untersucht

Diese Studie trägt zu der oft gestellten Frage nach der "Erfolgsquote" nichts bei: Von vornherein wurde man in die Studie nur aufgenommen, wenn man angab, ein "Erfolgsfall" zu sein. 78 % der 200 Befragten hatten schon öffentlich für die These der Veränderbarkeit Stellung genommen; man kann annehmen, dass sie zu den Funktionsträgern von Organisationen wie NARTH (National Asociation for the Reparative Therapy of Homosexuals) gehörten.
Schon in der Studie selbst (z.B. [7], Folie 38) spricht Spitzer von den Schwierigkeiten, die es machte, 200 Teilnehmer überhaupt zu finden. Später hat er in einem auf "Youtube" verfügbaren Interview sinngemäß gesagt: "Wenn ich gewusst hätte, wie meine Studie [von Anhängern der Reparativtherapie] genutzt wurde, wäre ich mit der Veröffentlichung viel vorsichtiger gewesen".
Näheres zu der Studie in [9] (HuK) und [3] (Zwischenraum); das kürzlich (2007?) aufgenommene Video ist unter [7] zu finden.

Die "Shidlo/Schroeder-Studie": Breite Basis an Befragten; Repräsentativität umstritten

Im Gegensatz zur "Spitzer-Studie" war "Erfolg" nicht Bedingung für die Aufnahme. In die Gruppe der Befragten (202 Personen) wurden Menschen aufgenommen, die

Eine erste Einordnung auf Grund der Interviews ergab 176 Personen (87 %), die nach eigener Einschätzung einen Fehlschlag in der Konversionstherapie hatten, und 26 (13 %), die nach eigener Einschätzung Erfolg hatten.

Die "Nicht Erfolgreichen" wurden von den Autoren schließlich in zwei Gruppen eingeteilt: 155, die sie mit dem Begriff "injured-recovery-of-gay-identity" bezeichnen, also als nach wie vor bzw. wieder homosexuell empfindend, aber langfristig verletzt (Symptome von Depression, Drogenmissbrauch, auch von Selbstmord-nahen Zuständen), und in 21, die sie mit "resilient-recovery-of-gay-identity" bezeichnen: Diese Personen nahmen ihre Identität als Schwule bzw. Lesben ohne Schuldgefühle (wieder) auf, sie wurden von den Autoren als psychisch stabil bezeichnet.

Von Gegnern der Studie wurde oft als Kritik genannt:

"Das kann doch dann keine objektive wissnschaftliche Studie sein", wurde argumentiert, allen Anstrengungen der Autoren auf neutrale Befragungsmethoden zum Trotz.

Auf den HuK-Webseiten ist eine deutschsprachige Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie zu finden [8].

Die "Jones/Yarhouse-Studie": Viel Analyse mit wenig Daten

In den letzten Jahren, seit etwa 2007, wird diese Studie immer mehr in den Vordergrund der Argumentation von Veränderungs-Befürwortern gestellt: ".. die bislang beste wissenschaftliche Untersuchung .. zur Frage, ob eine homosexuelle Orientierung verändert werden kann ..." heißt es zum Beispiel auf den Webseiten des DIJG [2]. Befragt wurden Teilnehmer von "Exodus Ministries" in den USA. Exodus ist eine Art Dachverband von überwiegend religiös motivierten Ex-Gay-Gruppen, also von Gruppen/Zentren, die Menschen im Bereich (Homo-)Sexualität in einem "positiven" Sinn verändern wollen, von der Homosexualität weg. Die Befragung geschah, anders als bei den beiden oben genannten Studien, erstmalig als "Langzeit-Studie" ("longitudinal study"): Es wurde versucht, Menschen schon zu Beginn ihrer Zeit ("Time 1") mit Exodus zu befragen und die Befragung dann zu späteren Zeiten ("Time 2": Ca. 9 Monate später; "Time 3": Ca. 31 Monate später; zum Teil allerdings stark abweichende Zeit-Intervalle) zu wiederholen. Allerdings wurden doch 44 der 98 Teilnehmer nicht am Anfang rekrutiert, sondern erst als ihr Start bei Exodus schon länger zurücklag; dazu hatten eine größere Zahl der Teilnehmer vorher schon Therapieversuche bei anderen Organisationen gemacht. Die Autoren schreiben offen, dass für die Untergruppe der 54 "echten Phase-1-Teilnehmer" die Ergebnisse weniger günstig im Sinne von Exodus seien.

Im Gegensatz zu den beiden anderen Studien, die als Vorträge und danach in Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind, handelt es sich hier um ein Buch von immerhin 414 Seiten; die eigentliche Darstellung der eigenen Untersuchungsergebnisse beginnt auf Seite 230.

Positiv muss man vermerken, dass die Autoren (Professoren an der Regent University und am Wheaton College in den USA) ihr Handwerk bei der Auswertung von Befragungsdaten im Bereich der Psychotherapie verstehen; die Zahlen werden mit den üblichen Mechanismen der empirischen Sozialforschung analysiert, mit vielen Tabellen und Diagrammen als Ergebnis. Sie nennen Einzelergebnisse auch dann, wenn sie für die Hauptthesen des Buches negativ ausfallen (das kommt öfters vor). Diese Hauptthesen - die natürlich bei den positiven Rezensionen aus dem Ex-Gay-Lager kräftig hervorgehoben wurden - sind:

Wenn der Shidlo/Schroeder-Studie vorgeworfen wurde, die Anfangs-Finanzierung durch lesbisch-schwule Organisationen sei nicht mit einer objektiven Studie vereinbar, so gilt das hier ebenso, wenn nicht noch mehr:

Wenn dann nur einer der Teilnehmer "die Seiten wechselt", hat das bei den geringen absoluten Zahlen sofort Auswirkungen auf das Ergebnis. Von einem Teilnehmer berichten die Autoren auch ganz ehrlich, dass er später seine Selbst-Schilderung als Erfolgsfall widerrufen hat und sich wieder als "gay" betrachtet (S. 286; in recht negativ wertender Darstellung heißt es hier "Er hat sich dem schwulen Lebensstil zugewandt"). Dies war vor der Drucklegung des Buches; da die Datenauswertung aber schon abgeschlossen war, wurde und wird er weiter als "Erfolg" gezählt. Es wird versprochen, dass die neue Selbsteinschätzung in einer späteren Fortführung/Neuauflage des Buches berücksichtigt werden wird.

Tortendiagramm Seite 283 Tortendiagramm Seite 283

Wie ist denn nun Erfolg definiert, und wieviele waren erfolgreich? Die "Torten-Diagramme" auf S. 283 bzw. 285 geben wohl den besten Aufschluss: Gemäß S. 283 ("Figure 8.1", Aufteilung der 73 Teilnehmer, die zu Zeit 3 noch vorhanden waren) gab es 15 % Fälle "Success: Conversion" (Erfolg: Konversion) und 23 % Fälle "Success: Chastity" (Erfolg: Keuschheit). Die resultierenden 38 % "Erfolg" werden denn auch in zusammenfassenden Kommentaren der Autoren und vor allem der Zweit-Berichter, die anderswo über das Buch berichten, genannt: Das hört sich wirklich erfolgreich an. Ist es das aber, wenn mehr als die Hälfte der "Erfolgreichen" einfach sich entschlossen, keinen Sex (mehr) zu haben? Skeptische "normale" Wissenschaftler würden sagen: Das sind wahrscheinlich immer noch homosexuell empfindende Menschen (nach der eigenen Definition der Autoren also "homosexual"), die sich eben entschlossen haben, keinen Sex (mehr) zu haben. Wer die Worte "Reparative Therapy", "Veränderung" o.ä. hört, wird wohl nur in den seltensten Fällen damit die Vorstellung "einfach keinen Sex mehr" damit verbinden, sondern wird sich so etwas wie ein erfülltes heterosexuelles Leben vorstellen.

Die Zahlen werden noch "schlimmer", wenn man die "Dropouts" mit einbezieht, also die, die zu Zeit 2 oder 3 nicht mehr gefragt werden konnten. Die Annahme ist naheliegend, dass sie wohl eher zu den "Mißerfolgsfällen" gezählt werden müssen. Die in diesem Sinne berichtigte Aufteilung wird von den Autoren - das muss man zu ihren Gunsten sagen - nicht verschwiegen; sie steht auf S. 285 ("Figure 8.2", Dropouts als Mißerfolgsfälle gewertet) Nur noch 28 % "Erfolg", davon 17 % "Chastity" und nur 11 % "Success: Conversion". Wird das den Exodus-Anfängern wirklich offen so gesagt? Rechtfertigen diese Zahlen - die noch dazu, wie gesagt, auf der Basis einer von Exodus ausgelesenen kleinen Teilnehmer-Zahl gewonnen wurden - die Charakterisierung "bei einem hohen Prozentsatz der Betroffenen zu starken, klinisch bedeutsamen Veränderungen der homosexuellen Orientierung geführt", wie DIJG in seiner Besprechung der Studie jubelnd zitiert [2]?

Zusammenfassung: Brachte Jones/Yarhouse wirklich den wissenschaftlichen Durchbruch?

Es ist kein Zufall, dass die eigentliche Studie (Darstellung der Befragten-Gesamtheit, Einzel-Ergebnisse) in dem Buch erst auf S. 230 beginnt. Vorher werden diverse Gegenbilder aufgebaut, und es wird des längeren gegen sie argumentiert:

Zwei Beispiele von wirklich schwerem Schaden - Selbstmord aus Verzweiflung über das als unlösbar empfundene Dilemma, homosexuell zu sei und doch ein Christ im Sinne von Exodus u.a. sein zu wollen - werden von den Autoren selbst auf S. 359 genannt (es sind allerdings keine Teilnehmer an der Jones/Yarhouse-Studie). Die Autoren sagen offen, dass sie dies betroffen mache, relativieren es dann aber wieder durch die Summenbildung in der Statistik: Viele "Verbesserungen" gemäß Selbst-Aussage relativierten auch solche gravierenden Mißerfolgs-Fälle. Es fällt allerdings auf, dass in 2 der 5 Fälle "Success: Conversion", in denen beispielhaft wörtliche Aussagen von Teilnehmern wiedergegeben werden, die Befragten offenbar eine hauptamtliche Stellung in der "Ministry" - also wohl als hauptamtlicher Pfarrer in einer Kirche fundamentalistischer Prägung - anstreben: Wer würde in einer solchen Situation nicht sagen, dass er ein Erfolgsfall ist? Wer würde in einer solchen Situation sagen, dass ihm das Exodus-Programm geschadet habe?

Nach wie vor muss man sagen, dass im Verhältnis zur begeisterten Außendarstellung der Konversionstherapien und der Werbung für solche Anstrengungen die wissenschaftlichen Ergebnisse (Bringen sie etwas? Wie hoch ist die Erfolgsquote?) recht dürftig sind. Forderungen, die in anderen Bereichen der medizinischen oder psychiatrischen Forschung selbstverständlich sind (Vergleich mit einer Kontrollgruppe, objektive Messmethoden, exakte Definition, was als "Erfolg" betrachtet wird) werden ignoriert. Jones und Yarhouse bringen zumindest Argumente, warum sie diesen Forderungen nicht nachkommen:

Außerdem hat jede Form einer Langzeitstudie zwar methodisch den Vorteil, dass Interviewpartner nicht nach den sexuellen Gefühlen zu einer evtl. länger zurückliegenden Zeit gefragt werden müssen, sie hat aber auch den Nachteil, dass zur Kontaktaufnahme mit Probanden eine Kooperation mit der Ex-Gay-Organisation (z.B. Exodus) zwingend notwendig ist: Anders kommt man nicht in frühen Kontakt mit den Teilnehmern. Jones und Yarhouse schildern drastisch, wenn auch eher versteckt und implizit, welche Kontrollmöglichkeit dadurch Exodus über die Studie hatte (S. 18 ff.): Es war für Exodus möglich, einfach nur solche Teilnehmer zu vermitteln, von denen man wusste oder hoffte, dass das Ergebnis im Sinn von Exodus ausfallen würde. Die Autoren sagen dies nicht, sondern stellen nur achselzuckend fest: Wir haben leider viel zu wenig Probanden vermittelt bekommen; viele Exodus "Ministries" machten einfach nicht mit, trotz der aus früheren Veröffentlichungen bekannten konservativ-christlichen Grundeinstellung der Autoren ("our evangelical credentials").

Ingesamt ist also eine Charakterisierung "Viel wissenschaftliche Methodik, aber auf der Basis von recht wenigen und fragwürdig ausgewählten Daten" wohl berechtigt: Ist das wirklich der Durchbruch an Wissenschaftlichkeit, den manche Leute in dieser Studie sehen? Vielleicht werden wir es nie erfahren: Die meisten werden wegen des Umfangs die Studie ohnehin nicht selbst lesen.

Das Vorangehende soll nicht heißen, dass eine Veränderung in der sexuellen Orientierung grundsätzlich ausgeschlossen ist. (Ich selbst hörte allerdings auch von Veränderung in der Richtung heterosexuell -> homosexuell, die in diesen Studien überhaupt nicht behandelt wird.) Was die "Erfolgschancen" angeht, so stimmt allerdings eine nähere Beschäftigung mit den amerikanischen Studien eher skeptisch.

Geht es auch ohne so viel Wissenschaft?

Nach so viel Erörterung von wissenschaftlichen und pseudo-wissenschaftlichen Argumentationen ist es vielleicht gut, bei den Fragen "Wie entsteht Homosexualität?" "Kann man sie verändern?" "Wie viele Homosexuelle (als Prozentsatz der Allgemeinbevölkerung) gibt es eigentlich?" zu den einfachen Sätzen zurückzukehren, mit denen die BEFAH (Bundesarbeitsgemeinschaft der Eltern, Freunde und Angehörigen von Homosexuellen) ihre Webseite zum Thema "Wie entsteht Homosexualität?" abschließt [1].
Ich komme zum Schluss bewusst auf die Eltern von Homosexuellen zu sprechen, weil mir bei einem Kongress "Sexualethik und Seelsorge" des Weißen Kreuzes (Okt. 2007) auffiel, dass sie eigentlich die sind, die oft unter den "wissenschaftlichen" Argumenten am meisten leiden: Ex-Gay-Autoren nehmen üblicherweise Zuflucht zu populärwissenschaftlichen Theorien, die aus der Psychoanalyse abgeleitet sind. Junge Schwule und Lesben mögen das vielleicht ignorieren können, Eltern, vor allem Mütter, werden aber in Schuldgefühle gedrängt, wenn sie auf die Frage hin "Wie ist es denn gekommen, dass mein Sohn schwul wurde?" etwas lesen wie

Bei dem schon genannten Kongress des Weißen Kreuzes sah ich nur Literatur über Homosexualität allgemein oder für Homosexuelle selbst (Literatur, die ihre Homosexualität als negativ beschrieb). Nichts für betroffene Eltern. Es hätte Literatur der BEFAH gegeben, die wurde aber verschwiegen, weil sie in die "falsche" Richtung ging, nämlich in die Richtung eines Bejahens der Homosexualität ihrer Kinder.

Aus der Webseite "Wie entsteht Homosexualität?" der BEFAH: "Es gibt mehr Homosexualität auf der Welt, als es Schwule und Lesben gibt. Für Sex mit dem gleichen Geschlecht muß man nicht homosexuell sein. Für die Liebe freilich schon." [1]

Wenn sich mehr Menschen damit zufrieden geben, und dann noch von ihrer Kirche vermittelt bekommen, dass Gott keinen Menschen wegen seiner Homosexualität zurückweist (die im heutigen Sinn in der Bibel noch gar nicht vorkommt), dann ist schon viel gewonnen.

Quellen:

  1. BEFAH-Webseite: Wie entsteht Homosexualität?
    URL am 23.4.2008: http://www.befah.de/0329c4996d0bc332b/0329c4995911be713/index.php.
  2. DIJG-Webseite: Homosexualität und Veränderung: Ein neue Studie.
    URL am 23.4.2008: http://www.dijg.de/index.php?art_id=201&categ=5&expand=5&file=view_article.tp:
  3. Valeria Hinck: Spitzerstudie, Amsterdam-Studie, etc. - was steht dort wirklich (nicht)? Ca. 4 Druckseiten.
    URL am 23.4.2008: www.zwischenraum.net/wirklich_spitzer.htm (Zwischenraum-Webseite).
  4. HuK-Webseite: Konflikt nach Parzany-Predigt.
    URL am 23.4.2008: http://www.huk.org/aktuell/07-05-parzany-zu-homosexualitaet.htm.
  5. HuK-Webseite: Was hat die APA wirklich gesagt?
    URL am 23.4.2008: http://huk.org/aktuell/apa-2000-position-statement.htm.
  6. Robert L. Spitzer: Neue Studie zur Frage der Veränderbarkeit einer homosexuellen Orientierung. Vortrag bei der Jahrestagung der Amerikanischen Psychiatrischen Gesellschaft, 9.5.2001. Deutscher Text der Vortragsfolien und des Vortragstextes, vom Autor genehmigt, veröffentlicht im Bulletin 2/2001 des DIJG (Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft), S. 25-34.
    URL am 23.4.2008: http://www.dijg.de/pdf/bulletin_2_2001_spitzer_de.pdf
  7. Robert L. Spitzer: [Aufzeichnung eines Interviews, auf "YouTube" (englisch)].
    URL am 23.4.2008: http://www.youtube.com/watch?v=ZwE6_dLweYo.
  8. Reinhold Weicker: Der unbekannte wissenschaftliche Text: ... (Shidlo/Schroeder).
    URL am 23.4.2008: http://www.huk.org/aktuell/veraenderung-sexuelle-orientierung-shidlo-schroeder.htm (HuK-Webseite).
  9. Reinhold Weicker: Was beweist die "Spitzer-Studie" wirklich?
    URL am 23.4.2008: http://huk.org/aktuell/spitzer-veraenderbar-wirklich.htm (HuK-Webseite).
  10. Wüstenstrom-Webseite: Homosexualität
    URL am 23.4.2008: http://www.wuestenstrom.de/index.dhtml/11480ef6f01fe310181n/-/deDE/-/CS/-/news/schwerpunkte/news/2007/200707/Homosexualitt .

Quellenverweise auf die Eingangs-Webseiten (Home Pages) von Organisationen u.a. sind als "Links" in den Text eingearbeitet. Wie immer, gilt auch hier: Quellenverweise sind genau solche, sie stellen keine Empfehlung des Autors oder der HuK dar.