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Kirchengemeinde Emmendingen, Mai 2003 |
[Letzte Aktualisierung: 27.07.2003] |
Am 13. Mai 2003 fasste der Ältestenkreis (Kirchenvorstand) der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Emmendingen (Baden) folgenden Beschluss:
Die Jahrhunderte lange Verdammung weiblicher und männlicher Homosexualität durch Theologie und Praxis der Kirche hat zur Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung homosexueller Frauen und Männer entscheidend beigetragen. Der Ältestenkreis der Stadtkirchengemeinde Emmendingen erkennt dies als Schuld an. Wir bitten Gott und die betroffenen Menschen um Vergebung. Wir sehen uns in der Verpflichtung, auch gegenwärtiger Diskriminierung und Verachtung von homosexuellen Frauen und Männern öffentlich zu widersprechen und jeder Gewalt entgegenzutreten.
Da homosexuelle Praxis in einigen Bibelstellen pauschal als Sünde verurteilt wird, ist es für manche Christinnen und Christen schwierig, eine eigenwertige homosexuelle Lebensform zu respektieren. Diese Bibelstellen stehen jedoch in einem zeitbedingten Kontext und müssen aus der Mitte der Schrift, der befreienden Botschaft Christi von der Liebe Gottes zu allen Menschen, interpretiert werden.
Es ist entscheidend anzuerkennen, dass homosexuelle Orientierung zur Individualität und Identität zahlreicher Menschen unablösbar hinzugehört. Daher muss eine entsprechende Lebensgestaltung möglich sein.
Nach eingehender Beratung fassen wir folgenden Beschluss:
Die Beschlussfassung erfolgte einstimmig.