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  Presseerklärung (23.02.2000) HuK Nürnberg  

[Letzte Aktualisierung: 30.04.2002]

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Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V.

Presseerklärung (23.02.2000) der HuK Nürnberg zur EKD-Stellungnahme «Verläßlichkeit und Verantwortung stärken» (vom 22.02.2000)

Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche e.V.,
Regionalgruppe Nürnberg, Gemeindeprojekt

Die Stellungnahme der EKD erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem das Gemeindeprojekt der ökumenischen Arbeitsgruppe "Homosexuelle und Kirche" in intensiven Beratungen mit den kirchenleitenden Organen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern über deren Haltung zu dem Gesetzesverfahren der «Eingetragenen Lebenspartnerschaften» (ELP) steht.

Wir begrüßen, dass das Kirchenamt der EKD die Notwendigkeit der Verbesserung der rechtlichen Situation gleichgeschlechtlicher Paare anerkennt und dafür konkrete Gestaltungsmöglichkeiten nennt.

Allerdings ist es den Verantwortlichen in der EKD nicht gelungen, die Lebenssituationen von homo- und heterosexuellen Paaren mit ihren Bedürfnissen und Verantwortlichkeiten zutreffend zu erfassen:

Werden die Rechte, die in gleicher Weise in unterschiedlicher Partnerschaftsformen gelten sollen, aus der Verantwortung hergeleitet, welche die Paare füreinander übernehmen, so ist die von der EKD vorgeschlagene, rechtlich äußerst komplizierte Mischform aus privatrechtlichem und öffentlich beglaubigten Rechtsinstitut hinfällig. Vielmehr kann dann auch in der Rechtsform der ELP keine Verwechselbarkeit mit der Ehe bestehen, da diese (nach Aussagen der EKD) als Leitbild ja allein für heterosexuell geprägte Menschen gelten kann.


Dr. Wolfgang Schürger
Mathildenstr. 26, 90489 Nürnberg,
Tel./Fax 0911-5819613
e-mail: woschue@yahoo.de