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  Konflikt nach Parzany-Predigt  

[Letzte Aktualisierung: 15.05.2007 ]

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Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) e.V.

Homosexualität auf gleicher Stufe wie Ehebruch, Geiz und Egoismus?

Seit April 2006 gibt es in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin eine monatliche Reihe "Gottesdienste als Endeckungsreie". Der Prediger, Pfarrer Ulrich Parzany (1984-2005 Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbands) ist auch als Hauptredner der evangelistischen Großveranstaltung Pro Christ bekannt. Als Veranstalter firmiert ein Trägerkreis, dem als prominentestes Mitglied der Bischof der örtlichen Evangelischen Kirche und EKD-Ratsvorsitzende, Dr. Wolfgang Huber, gehört. Zu der Veranstaltungsreihe gibt es eine eigene Webseite, die der Evangelischen Landeskirche von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gehört.

Vermutlich ist es der Kombination von bekanntem Prediger, bekanntem Kirchenraum und prominentem Trägerkreis zuzuschreiben, dass die Gottesdienste viel Beachtung fanden und finden. Die offizielle Bezeichnung laut Webseite ist "Eine Initiative der Evangelischen Kirche in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche mit Ulrich Parzany".

Wegen der durchaus gewollten Publizität der Reihe wurden auch die Aussagen in den Predigten von Ulrich Parzany aufmerksam beachtet, darunter auch seine Aussage zum Thema Homosexualität in der Predigt vom Februar 2007. Gemäß dem auf der Webseite veröffentlichten Predigttext war zwar Homosexualität nicht sein Hauptthema, die Aussage war aber eindeutig (aus dem geschriebenen Manuskript; gesprochener Text siehe unten):

"In einem wütenden Artikel schrieb vor einigen Jahren der Journalist Fritz J. Raddatz: "Es gilt das gebrochene Wort. Alle reden von Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Doch das öffentliche Leben aber versinkt im Gegenteil. Die Lüge wird zu einem Grundraster der Politik." Der Ehrliche ist der Dumme. Geiz ist geil. Egoismus ist chic. Ehebruch und homosexuelle Praxis sind gängiger Lebensstil."

Die Tatsache, dass hier "homosexuelle Praxis" in einem Atemzug mit Lüge, Geiz, Egoismus und Ehebruch genannt wurde, hat Proteste hervorgerufen. Wir dokumentieren im Folgenden einen Protest der gastgebenden Kirchengemeinde und die Entgegnung von Ulrich Parzany.


Einspruch gegen ausgrenzende Aussagen über Homosexualität in der Reihe "Gottesdienst als Entdeckungsreise" am 18.2.2007

Brief von Pfarrer Martin Germer, Gemeindepfarrer der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche

In seiner Predigt am Sonntag, den 18.2.2007 hat Pfarrer Ulrich Parzany gesagt, wir stünden in einer Welt, "in der bis in die Christenheit hinein… wir Gott das Wort und Gebot im Munde herumdrehen". Zur Veranschaulichung dieser Grundaussage hat er sodann ausgeführt, Gott, der "Treue und Verlässlichkeit in der Ehebeziehung" wolle, spreche damit "hinein in eine Welt, - das war damals so wie heute – in der Ehebruch zum Partyspaß gehört und homosexuelle Praxis zum Lebensstil." Und weiter: "Wehe, es sagt einer was dagegen! Dann verletzt er die Gesetze der Political Correctness. Und das ist, wovor wir uns fürchten, höllisch fürchten. Wir werden entweder den Geboten Gottes folgen oder unser Leben und die Gemeinschaft ruinieren." (So der Tonbandmitschnitt; die als Text veröffentlichte Kurzfassung der Predigt enthält diese Passage nicht.) Diese Aussagen über Homosexualität – Parallelisierung mit Ehebruch, prinzipielle Entgegensetzung zu Gottes Gebot, Ruinierung des Lebens – hatten zur Folge, dass Menschen in diesem Gottesdienst sich persönlich ausgegrenzt gefühlt haben. Einzelne sind vor Ende des Gottesdienstes gegangen.

Mir ist bewusst, dass die zitierten Äußerungen nicht im Zentrum der Predigt von Ulrich Parzany gestanden haben. Aber auch solche knappen Aussagen können verletzen. Weil mir die davon betroffenen Menschen wichtig sind, sehe ich mich zu folgender grundsätzlicher Erklärung veranlasst, die ich dann auch theologisch begründe: Als Pfarrer der gastgebenden Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde bedaure ich diese Aussagen ausdrücklich und bitte diejenigen, die sich dadurch beschwert gefühlt haben, um Entschuldigung.

Nach meiner theologischen Überzeugung gibt es keinen heute noch gültigen biblischen Grund, an überkommenen Negativ-Urteilen über die einer nicht unerheblichen Zahl von Menschen als Veranlagung gegebene Homosexualität festzuhalten.

Keine einzelne biblische Aussage kann für sich genommen beanspruchen, wortwörtlich Gottes Gebot zu sein. Jede Aussage ist auslegungsbedürftig und dabei immer auch daraufhin zu prüfen, wie sich ihre Intention zum Kern und zur Gesamtrichtung des biblischen Zeugnisses verhält. Zentrales Kriterium ist das Liebesgebot, welches sowohl von Jesus (Markus 12, 31 parr.) als auch von Paulus (Römer 13, 9) als Inbegriff der ethischen Gebote bezeichnet wird. Erster Schritt eines vom Liebesgebot geleiteten Umgehens miteinander und damit auch der ethischen Urteilsbildung ist aber die offene und zugewandte Wahrnehmung des anderen als das, was er oder sie selbst ist, auch gegebenenfalls in seiner Fremdheit, und dazu gehört immer auch die Bereitschaft, eigene bisherige Sichtweisen zu überprüfen. Es sind ganze drei Stimmen aus dem vielstimmigen Chor des biblischen Zeugnisses, die sich an insgesamt auch nur fünf einzelnen Stellen zum Thema Homosexualität äußern (3. Mose 18,22 u. 20,13; Römer 1, 26f. u. 1. Kor. 6, 9f.; 1. Tim. 1, 9f.). Prüft man diese Aussagen konkret am Maßstab des Liebesgebotes, so merkt man: Sie haben nicht die tatsächliche Lebenswirklichkeit homosexuell geprägter Menschen im Blick, sondern Mehrheits-Vorstellungen ihrer Zeit, thematisieren homosexuellen Verkehr als willentliches und „widernatürliches“ Abweichen von der Norm oder prangern genau genommen bloß bestimmte Auswüchse an. Ein allgemeines, aus sich selbst heraus fraglos gültiges göttliches Gebot oder auch Verbot kann ich in diesen menschlichen Worten nicht erkennen.

Damit drehe ich nicht "Gott das Wort und Gebot im Munde herum", schon gar nicht aus Gründen der "Political Correctness", wie Ulrich Parzany unterstellt, sondern ich unterscheide zwischen dem, was ich meine, als Gottes Willen zu verstehen, und dem, was einzelne Menschen oder auch bestimmte Priestergruppen zu früherer Zeit als Gottes Willen angesehen und artikuliert haben. Dies ist Teil meiner Verantwortung als ordinierter Theologe und beruht auf der Mündigkeit, die der ganzen Christenheit gegeben ist.

Ich beziehe mich darauf, wie homosexuelle Menschen heute sich selbst und ihr Leben verstehen und wie dies auch heutige Wissenschaft weit überwiegend bestätigt: Gelebte Homosexualität ist kein "Lebensstil", wie Ulrich Parzany offenbar meint, sondern beruht auf einer tief in der Persönlichkeit verwurzelten Veranlagung eines gar nicht kleinen Teils der Menschheit, durch die man eben nur oder überwiegend mit Menschen des eigenen Geschlechts Lust und ganzheitliche Liebe erfahren und teilen kann und möchte. Viele homosexuelle Menschen wollen in ihren Partnerbeziehungen ebenso in Treue und Verlässlichkeit füreinander da sein, wie dies viele heterosexuelle möchten – und können so Gottes wegweisendes Gebot durchaus auch für sich hören. Wenn es ihnen denn von der Kirche nicht unmöglich gemacht wird und sie sich nicht durch kirchliche Verkündi- gung in ihrem Personsein tief missachtet fühlen müssen! Ich sehe darum die Kirche in der Pflicht, hier deutlich und offen ihr früheres Reden und Handeln zu korrigieren. Zum einen im Respekt für die homosexuellen Menschen, die ihr angehören oder angehören könnten und die als diejenigen, die sie sind, mit Ernst Christen sein wollen. Und zum anderen in selbstkritischer Wahrnehmung dessen, was homosexuellen Menschen seit Jahrtausenden in der jüdisch-christlichen Tradition zugefügt worden ist und zum Teil auch heute noch widerfährt, zumindest durch Ausgrenzung und Erschwernisse ihrer Identitätsentwicklung.

Der Gemeindekirchenrat dieser Gemeinde hat im Mai 2003 beschlossen, dass in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche Segnungen von Paaren durchgeführt werden können, die ihre gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften standesamtlich haben ein- tragen lassen. Meine Kollegin und ich sind gern bereit, Menschen hierbei gottesdienstlich und seelsorgerlich zu begleiten. Wir beziehen uns damit auf den Beschluss der Landessynode unserer Kirche vom November 2002, in dem diese nach intensiven Beratungen mit großer Mehrheit die Möglichkeit von Andachten anlässlich der Eintragung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften eröffnet hat.

Die Leitungsorgane sowohl der Gemeinde als auch der Landeskirche haben damit einen wichtigen Schritt der ausdrücklichen Öffnung vollzogen. Dass die dahinter stehenden theologischen Sichtweisen nicht von allen geteilt werden, ist verständlich. Hier bedarf es noch eines langen Gesprächs- und Erfahrungsprozesses. Dazu sollen auch diese Ausführungen beitragen.

Im Beschluss der Landessynode wird ausdrücklich gesagt: "Die Landessynode respektiert bei dieser Entscheidung auch die Haltung derjenigen in unserer Kirche und in der Landessynode, die aufgrund bestehender schwerwiegender Unterschied in Fragen der Schriftauslegung die hier vorgesehen Schritte nicht mittragen können." Aber dieser Respekt sollte wechselseitig gelten.

Es darf und soll nicht geschehen, dass Menschen sich in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche ausgegrenzt sehen müssen allein aufgrund der ihnen gegebenen homosexuellen Veranlagung. Und wenn sie ihre Liebesbeziehungen verantwortlich, in Treue und Verlässlichkeit zu gestalten suchen, dann sollen sie deshalb nicht den Vorwurf befürchten müssen, sie verstießen damit gegen Gottes Gebot und trügen zur Zerstörung der Gesellschaft bei, sondern dann verdienen sie hierin ebenso die Unterstützung anderer Christen und brauchen ihre Fürbitte, wie dies für heterosexuell lebende Menschen gilt.

Pfarrer Martin Germer, 27.2.2007, Mails an: germer@gedaechtniskirche-berlin.de

Der Gemeindekirchenrat der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde hat sich diese Stellungnahme am 27.2.2007 einstimmig zu eigen gemacht.


Stellungnahme von Ulrich Parzany

Stellungnahme zur Äußerung über praktizierte Homosexualität in der Predigt vom 18.2.2007 in der Kaiser-Wilhelmgedächtnis-Kirche.

Ich wurde von Bischof Dr. Huber und einem von ihm gebildeten Trägerkreis eingeladen, einmal im Monat in der Kasier-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche die "Gottesdienste als Entdeckungsreise" und das Bibelforum“ zu halten. Der Gemeindekirchenrat der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche hat diese Einladung bestätigt. Ich bin für diese Beauftragung und für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Pfarrer Martin Germer in der Durchführung dankbar.

Eine Äußerung in meiner Predigt vom 18.2.2007 über Matthäus 7,24-29 unter dem Thema "Sie tun nicht, was sie wissen" hat zu einer kritischen Stellungnahme von Pfarrer Germer und des Gemeindekirchenrates geführt, die auf dieser Internetseite neben dem schriftlichen Manuskript und der Tonaufnahme meiner Predigt veröffentlicht ist.

Ich gebe hier den Wortlaut aus dem Schlussteil der Predigt nach der Tonaufzeichnung wieder:

"Er (Jesus) sagt: Wer meine Rede hört und tut sie... Dann schaffe ich in seinem Leben, was ich sage. Da sage ich: "Herr, ich glaube dir mehr als meinen Bedenken. Ich glaube dir mehr, als dem, was man in der Umwelt so sagt und in Frage stellt. Ich glaube dir. Du bist der Schöpfer des Lebens. Und du bis am Kreuz für mich gestorben und hast bewiesen, wie sehr du mich liebst. Und du bist auferstanden und hast bewiesen, dass du stärker bist als der Tod. Und deshalb glaube ich dir, dass dein Gebot gilt." So und jetzt stehen wir in einer Welt, in einer Umwelt, in der bis in die Christenheit hinein – Bonhoeffer hat das beklagt mit seinem Bild (Bezug auf das "pseudotheologisch dressierte Kind") in seinem Buch "Nachfolge" – wir Gott das Wort und Gebot im Munde herumdrehen. Er sagt: ... Eure Rede sei ja, ja, nein, nein. Er will Treue und Verlässlichkeit in der Ehebeziehung. Das sagt er hinein in eine Welt, – das war damals so wie heute – in der Ehebruch zum Partyspaß gehört und homosexuelle Praxis zum Lebensstil. Wehe, es sagt einer was dagegen! Dann verletzt er die Gesetze der Political Correctness. Und das ist, wovor wir uns fürchten, höllisch fürchten. Wir werden entweder den Geboten Gottes folgen oder unser Leben und die Gemeinschaft ruinieren. Das ist die Entscheidung." In meinem schriftlichen Manuskript findet sich die entsprechende Bemerkung weiter vorne in der Predigt. Ich hatte durchaus geplant, dieses Stichwort zu nennen. Der Text lautet dort: "In einem wütenden Artikel schrieb vor einigen Jahren der Journalist Fritz J. Raddatz: "Es gilt das gebrochene Wort. Alle reden von Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Doch das öffentliche Leben aber versinkt im Gegenteil. Die Lüge wird zu einem Grundraster der Politik." Der Ehrliche ist der Dumme. Geiz ist geil. Egoismus ist chic. Ehebruch und homosexuelle Praxis sind gängiger Lebensstil. Das größte Elend aber besteht darin, dass auch wir Christen zu oft nicht tun, was wir wissen."

Ich bin bereit, für das, was ich sage, Rechenschaft abzulegen. Ich habe als evangelischer Pfarrer in meinem Ordinationsgelübde versprochen, das Evangelium gemäß der Heiligen Schrift zu verkündigen. Und selbstverständlich wurde auch bei meiner Einladung nach Berlin nichts anderes von mir erwartet.

Homosexualität wird nicht häufig in der Bibel erwähnt (3. Mose 18,22 und 20,13; Römer 1, 26f.; 1. Kor. 6, 9f.; 1. Tim. 1, 9f.). Wo das geschieht, wird praktizierte Homosexualität immer radikal kritisch beurteilt. Die positive Gesamtschau der Sexualität in der Bibel ist ausnahmslos an die Beziehung von Mann und Frau gebunden. Die ausführlichen, kontroversen exegetischen Diskussionen der vergangenen Jahrzehnte haben diese Sicht bestätigt.

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat in einer von ihrem Rat und der Kirchenkonferenz gebilligten Orientierungshilfe (2002) diesen Sachverhalt so formuliert: "Der Rat kommt zu folgendem Ergebnis: Es gibt keine biblischen Aussagen, die Homosexualität in eine positive Beziehung zum Willen Gottes setzen - im Gegenteil. Für das Zusammenleben von Menschen unter dem Aspekt der Sexualität und Generativität sind aus der Sicht des christlichen Glaubens Ehe und Familie die sozialen Leitbilder. Denjenigen homosexuell geprägten Menschen, die aufgrund ihrer Lebensgeschichte und Selbstwahrnehmung ihre homosexuelle Prägung als unveränderbar verstehen und nicht bereit sind, sexuell enthaltsam zu leben, ist zu einer vom Liebesgebot her gestalteten und darum ethisch verantworteten gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft zu raten. Diese Position muss eine Spannung zwischen dem biblischen Widerspruch gegen homosexuelle Praxis als solche und der Bejahung ihrer ethischen Gestaltung in Kauf nehmen." Wenn aber die Aussagen der Bibel so eindeutig sind, verstehe ich nicht, wie man sie unter Berufung auf das Liebesgebot entkräften kann. Die Liebe Gottes verbindet das Ja zum Sünder mit dem Nein zur Sünde. Das gilt für heterosexuell und für homosexuell empfindende Menschen und ihr Verhalten. Die Liebe erweist sich nicht in der Billigung der Sünde. Wenn von mir erwartet wird, dass ich aus Liebe zum homosexuell empfindenden Menschen erklären soll, dass seine Homosexualität eine gute Schöpfungsvariante ist, deren Praktizierung nicht im Gegensatz zu Gottes Wort steht, dann muss ich das allerdings verweigern, weil ich der Autorität der Heiligen Schrift verpflichtet bin.

Was die wissenschaftliche Forschung angeht, gibt es erklärtermaßen keinen Nachweis angeborener Homosexualität. Über den Paradigmenwechsel in der Beurteilung der Homosexualität (Streichung der Homosexualität als psychischer Störung aus der Diagnoseliste der Amerikanischen Psychiater-Vereinigung [APA] 1973), der durchaus nicht wissenschaftlich, sondern politisch verursacht war, und seine Folgen sowie über wissenschaftliche Forschungen bis in die Gegenwart informiert Dr. Christl Ruth Vonholt, Homosexualität verstehen, Forschungen und Erfahrungen zum Thema Homosexualität von 1973 bis 2006, Nachrichten aus dem Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft, Sonderdruck Herbst 2006. Für mich ist praktizierte Homosexualität kein zentrales Thema meiner Verkündigung. Das ist daran zu erkennen, dass ich es in 11 Predigten in Berlin nur einmal am Rande mit einem Satz gestreift habe. Die starke Reaktion zeigt mir aber, dass ich hier einen kritischen Punkt angesprochen habe. Mein Gewissen ist an die Heilige Schrift gebunden. Darum kann ich nicht zusagen, in Zukunft praktizierte Homosexualität nicht mehr kritisch anzusprechen. Ich bin aber gerne bereit, mich der Auseinandersetzung über dieses Thema zu stellen.

1. März 2007, Ulrich Parzany


Nachbemerkung des HuK-Webmasters:

Die beiden obigen Texte sind den Webseiten von "Gottesdienste als Entdeckungsreise entnommen. Weil sie aber dort unter der Rubrik "Medien-Downloads" (ich hätte unter "Aktuelles" gesucht) eher versteckt als veröffentlicht sind, zudem in Formaten, die eigene Software (Word bzw. Adobe Reader) erfordern, haben wir sie wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Themas als "normale" Webseite dokumentiert.

Den von Pfarrer Germer angeführten Synodenbeschluss der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg (November 2002) haben wir als Webseite in unserer Sammlung kirchlicher Texte dokumentiert.

Die Stellung der HuK (Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche, HuK. e.V.) ist bekannt, siehe z.B. unsere Grundsatzerklärung. Zum Thema "Bibel und Homosexualität" haben wir verschiedene Texte, zugänglich über die Indexseite des Bereichs "Wer wir sind".